Schobesberger: Tiefgarage und Supermarkt im Bergschlösslpark?

Tiefgarage und Supermarkt im Bergschlösslpark? Geplante Umwidmung öffnet Tür und Tor 
für Zerstörung der historischen Parkanlage!

Supermarkt, Büroflächen und eine Tiefgarage mitten im Bergschlösslpark? Was ist der Plan? Das alles ermöglicht jedenfalls die von der Stadt angepeilte Umwidmung des Areals auf „Kerngebiet“, die Thema in der kommenden Gemeinderatssitzung ist. Was diese Umwidmung aber mit Sicherheit bedeutet, ist die Gefährdung des Parks. „Der Bergschlösslpark ist eine der wichtigsten zentrumsnahen Grünanlagen mit altem, wertvollen Baumbestand, die wir noch haben. Diese wichtige grüne Lunge, die für Kühlung des Stadtteils genauso sorgt, wie für frische Luft, hat darüber hinaus eine wichtige Erholungsfunktion. Die Umwidmung des Parks wäre fatal. Neben der drohenden Beeinträchtigung des Grünraums ist der angedachte Verkauf des Bildungshauses nicht gerade zukunftsorientiert. Der Stadtteil wächst, da wäre es angebracht die Nutzung des Gebäudes als Krabbelstube, Kindergarten oder vielleicht auch als Schule zu prüfen anstatt eine Liegenschaft in so zentraler Lage für immer aus der Hand zu geben“, stellt Umweltstadträtin Eva Schobesberger klar. 

Mit der geplanten Umwidmung des teilweise denkmalgeschützten Bergschlösslareals auf „Kerngebiet“ werden Tür und Tor für die Zerstörung der Grünfläche geöffnet. So sind auf solchen Flächen laut dem oberösterreichischen Raumordnungsgesetz u.a. öffentliche Bauwerke, etwa Büro- und Verwaltungsgebäude aber auch Handels- und Dienstleistungsbetriebe vorgesehen. „Dafür ist der Bergschlösslpark der vollkommen falsche Ort. Unmittelbar angrenzend sind durch die PostCity und den Autobahnanschluss massive Verbauungen geplant, da braucht jedes Stück Grün umso dringender. Da jetzt einen historischen Park, der schon einmal durch das Engagement von BürgerInnen gerettet wurde, auch nur anzutasten, zeigt, dass man immer noch nicht verstanden hat, worum es geht. In Richtung Klimahauptstadt so jedenfalls nicht“, setzt sich Schobesberger für die Rettung des Parks und die Beibehaltung der bestehenden Widmung des Areals ein. 

Deutliche Kritik an der von der städtischen Immobiliengesellschaft (ILG) gewünschten Errichtung einer Tiefgarage wird auch in der naturschutzfachlichen Beurteilung geäußert. So heißt es in der Expertise, dass es durch eine Tiefgarage – je nach genauer Lage – zu teils hohen Baumverlusten käme und diese eine deutliche Zunahme von Verkehr, Abgasen und Lärm in einem bisher ruhigen Wohngebiet zur Folge haben würde. „Eine Tiefgarage würde nicht nur die Grünanlage zerstören sondern widerspricht zudem den Bestimmungen des Grünlandkonzeptes des Örtlichen Entwicklungskonzeptes. Daher muss diesen Plänen endgültig eine Absage erteilt werden. Schließlich sind die innerstädtischen Grünanlagen sind gemeinsam mit dem Grüngürtel unser wichtigster Schatz, wenn es um den Kampf gegen die Auswirkungen der Klimakrise geht. Sie sorgen für die Kühlung und Durchlüftung der Stadt“, informiert die Linzer Umweltstadträtin. 

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