Langer: Neue Autobahnen lösen keine Probleme

Die vergangenen Jahrzehnte haben eines bewiesen: Neue Autobahnen lösen keine Probleme sondern verschärfen die Verkehrs- Luft- und Stauproblematik. „Eine neue Transitautobahn löst nichts, sie zerstört Lebens- und Naturraum und befeuert die Klimakrise weiter. Deshalb bekräftigen wir unsere klare Haltung, dass eine Ostautobahnschneise im Süden unserer Stadt nicht gebaut werden darf“, betonen Umweltstadträtin Eva Schobesberger und Klubobmann Helge Langer.

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Tausende Autos, die an den Balkonen der Menschen vorbeidonnern, noch mehr Lärm und Abgase sowie die Zerstörung der Grün- und Naherholungsgebiete im Linzer Süden: Das wären die Folgen für die Lebensqualität der BewohnerInnen und die Umwelt wenn die Pläne für die Autobahnschneise quer durch Ebelsberg verwirklicht werden. „Immer mehr Grün- und Lebensräume zu verbetonieren ist verheerend und konterkariert alle Absichten, Linz zur Klimahauptstadt zu machen“, verdeutlicht Schobesberger. Gleichzeitig müssen LinzerInnen und PendlerInnen seit Jahrzehnten darauf warten, dass vielfach angekündigte und präsentierte Öffi-Projekte auf Schiene kommen. „Die öffentlichen Verkehrsmittel und der Radverkehr sind die Zukunft und gehören entsprechend in den Mittelpunkt aller Planungen gestellt“, so Langer.

Unterdessen biegt der Linzer Bürgermeister von seiner im Vorjahr medial verkündeten Haltung ab, dass er eine Ostautobahn blockiert, solange die großen ausständigen Schienenprojekte für den Großraum Linz nicht unter Dach und Fach sind. Obwohl Letzteres noch immer in weiter Ferne liegt, bekennt sich der Stadtchef nun mehr und mehr zu der Transitroute. „Dass der Bürgermeister alleine aufgrund einer Umfrage innerhalb seiner Partei bei seiner Haltung eine Vollbremsung hinlegt, ist ein Wahnsinn. Wenn neben dem Bau der A26 quer durch den Freinberg nun auch der Süden unserer Stadt der Transitlawine geopfert wird, heißt es künftig nicht mehr Linz an der Donau sondern Linz an den Autobahnen“, bekräftigt Langer seinen Unmut.

Für die Grünen ist und bleibt deshalb klar: Keine neuen Autobahnen! „Es geht darum die Menschen und die Natur vor weiterer Verkehrs- und Luftbelastung zu schützen. Das kann nur gelingen, wenn die lange versprochenen Öffi-Projekte endlich auf Schiene kommen und mehr Tempo beim Ausbau des Radwegenetzes gemacht wird. Es braucht daher den vollen Einsatz der Stadt für Mobilitätsprojekte, die Probleme tatsächlich lösen und nicht noch mehr Verkehr und Stau in die Stadt bringen“, so die Linzer Umweltstadträtin.

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