Raml: Wiedereinführung der telefonischen Krankschreibung

Vorteile liegen klar auf der Hand – müssen deutschem Vorbild folgen

Zu Beginn der Corona-Krise wurde von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) rasch auf die Möglichkeit einer telefonischen Krankschreibung umgestellt. „Diese Maßnahme verringerte den Kontakt von kranken zu gesunden Personen. Gerade zur Vermeidung einer Verbreitung von ansteckenden Krankheiten ist diese Maßnahme sinnvoll. Sie wurde jedoch nach wenigen Monaten wieder eingestellt und ein persönliches Erscheinen beim Arzt wieder zwingend nötig“, erklärt der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml. Nun steigen bekanntlich die Infektionszahlen seit Wochen wieder an. Die ÖGK beharrt jedoch nach wie vor auf persönlichen Kontakt. Kürzlich appellierte der Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, Dr. Johannes Steinhart, eindringlich an die ÖGK und in weiterer Folge an Gesundheitsminister Anschober, rasch zu handeln. Er ist der Überzeugung, dass die Wiedereinführung der telefonischen Krankschreibung dringend nötig und sehr sinnvoll ist.

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„Unser Nachbar Deutschland hat die Zeichen bereits erkannt und die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung bundesweit wieder geschaffen. Leider sind wir in Österreich noch nicht so weit. Wir sollten schnell nachziehen“, schließt sich der Gesundheitsstadtrat zahlreichen Experten, wie etwa Dr. Steinhart, mit der Forderung zur Möglichkeit auf telefonische Krankschreibung an. „Im Frühjahr hat sich gezeigt, als die telefonische Krankschreibung möglich war, dass in Österreich die Krankenstandszahlen sogar gesunken sind. Die Bürger gehen also sehr verantwortungsvoll damit um“, so Raml abschließend.

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