Caps vs. Wings 1:2

Kampf-Sieg über Capitals. Linzer entführen bei Ceman-Debüt drei Punkte aus Wien.

Die Black Wings müssen sich im ersten Drittel fast ausschließlich mit Defensivarbeit beschäftigen, halten aber mit einem 1:1 das Spiel offen. Mit dem ersten Powerplay besorgen die Linzer durch einen schönen Treffer von Bartulis das 2:1 und bringen mit einem beherzten Auftritt den Sieg über die Zeit. Es ist der erste volle Erfolg nach fünf Niederlagen in Serie und der perfekte Einstand für Dan Ceman als neuen Head Coach.

Die Vienna Capitals legen einen entschlossenen Start aufs Eis und befinden sich bereits nach 84 Sekunden erstmals in Überzahl. Beaudoin muss wegen übertriebener Härte in die Kühlbox. Die Black Wings zeigen ein gutes Penalty Killing, machen vor dem Tor dicht und befreien sich gut. In der sechsten Minute muss auch Pelletier für zwei Minuten pausieren, doch wieder bleiben die Linzer ohne Gegentreffer. Die Wiener erspielen sich im weiteren Verlauf des Drittels eine Vielzahl an Chancen. Nach einem Richter-Schuss, vergibt Hartl die Führung. Auch Wukovits und Antal bringen ihre Schüsse nicht an Kickert vorbei.

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Gegen Ende des Drittels nimmt die Partie auch toremäßig Fahrt auf. Da Lebler wegen eines Bandenchecks zwei Minuten kassiert, agieren die Hauptstädter erneut in Überzahl – und nützen diese schließlich zum 1:0. Über Antal und Wall landet die Scheibe bei Richter, der aus kurzer Distanz die Caps in Front bringt. Die in der Offensive kaum vorhandenen Black Wings gelingt zwölf Sekunden vor Drittelende überraschend der Ausgleich. Nach einem Gegenstoß spielt Umicevic die Scheibe auf die rechte Seite zu Pelletier, der mit seinem Schuss zum etwas glücklichen 1:1-Ausgleich trifft.

Im Mittelabschnitt überstehen die Linzer die erste Druckphase der Gastgeber unbeschadet. Vor dem Tor von Kickert herrscht viel Verkehr, der Linz-Goalie hält aber mit starken Saves das Unentschieden fest. In der 27. Minute muss Wiens Kittinger wegen übertriebener Härte vom Eis. Die Stahlstädter zeigen ein starkes erstes Powerplay und belohnen sich prompt. Erst scheitert noch Lebler mit einem ansatzlosen Schuss, ehe Bartulis mit einem Distanz-Hammer in den Winkel das 2:1 erzielt. Ein Treffer der viel Selbstvertrauen bringt, denn plötzlich treten die Linzer deutlich energischer und griffiger auf. Lahoda, Kozek und Lebler sorgen für Gefahr bei Wien-Keeper Starkbaum.

Die Partie ist nun ausgeglichener, auch die Wiener finden gute Gelegenheiten vor, finden aber stets in Kickert ihren Meister. Für die Linzer läuft es vor dem Tor so gut wie schon lange nicht. Zwei der elf abgegebenen Schüsse führen zum Torerfolg und somit zur 2:1-Führung nach 40 Minuten.

45 Sekunden nach Wiederbeginn haben die Black Wings das mögliche 3:1 am Schläger. Nach schönem Zuspiel von Hytönen läuft Lahoda alleine auf Starkbaum zu, scheitert jedoch mit einem Hakentrick. Kurz darauf ist Kickert auf der Gegenseite mit zwei starken Saves zur Stelle. Das Spiel bleibt weiterhin offen, auch weil die Caps ein weiters Powerplay nicht nützen können. Die Wiener haben die besseren Chancen. In der 47. Minute findet Kittinger freie Schussbahn vor, erneut ist Kickert am Posten. Im Anschluss dürfen sich wieder die Linzer in Überzahl versuchen, Piché und Lebler suchen den Abschluss jedoch ohne Erfolg.

In der hart umkämpften Schlussphase vergibt Umicevic die Chance auf die Vorentscheidung. Völlig freistehend im Slot trifft der Schwede die Scheibe nicht sauber. Fast drei Minuten vor dem Ende nimmt Wiens Head Coach Cameron Goalie Starkbaum vom Eis. Die Capitals werfen nun alles in die Waagschale und belagern regelrecht das Drittel der Linzer. Kickert rettet gleich mehrmals in höchster Not, bei einem Stangenschuss ist auch das nötige Glück dabei. Und so retten die Black Wings den 2:1-Sieg über die Zeit und bescheren damit Dan Ceman einen gelungenen Einstand auf der Linzer Trainerbank.

Vienna Capitals – Steinbach Black Wings 1992 1:2 (1:1, 0:1, 0:0)
Torschützen: 1:0 Richter (19./PP1), 1:1 Pelletier (20.), 1:2 Bartulis (28./PP1); Strafminuten: 6 bzw 10
Torschüsse: 47 bzw 15
Referees: Fichtner, Smetana, Kaspar, Tschrepitsch;
Erste Bank Arena

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