Bürgerinitiative Weißdornweg: Linzer Süden nicht ständig vergessen!

Kleinmünchen. Linz hat einen Gestaltungsbeirat und eine Städtebauliche Kommission.Zusätzlich gibt es auf vielen Seiten von “Linz verändert“ die wunderbarsten Worte zu lesen, wie sehr das Wohl der Bürger im Vordergrund steht. Schenkt man diesen Webseiten Glauben, „würden Bewohner bei den Planungenmiteinbezogen“. Doch Christine Buchberger, Anrainerin am Weißdornweg macht ganz andere Erfahrungen: „Ich versuche seit Jahren Informationen zu dem großen Wohnprojekt der WSG gegenüber zu bekommen. Hier entstehen 120 Wohnungen und eine große Tiefgarage. Unzählige Male war ich am Magistrat, ich wurde immer abgewimmelt. Vor Kurzem ging es dann plötzlich ganz schnell, und das mitten im Lockdown. Dabei hätten wir ein paar gute Ideen!“
Leere Worte und Drüberfahren
Im Süden von Linz wurden in den letzten Jahren mehrere Tausend neue Wohnungen gebaut. Etwas östlich des Bahnhofs Wegscheid, im Geviert Flötzerweg, Binderlandweg, Weißdornweg werden gerade hunderte Wohnungen gebaut. „Dass nun die Tiefgarage für 119 Autos ausgerechnet in die letzteruhige Straße im Viertel münden soll, ist an Ignoranz kaum mehr zu überbieten. Da kann keine Rede mehr sein von „sympathischen Hausecken, ruhigen Gassen, Räume für Fußgänger und Radfahrer“ wie Vizebürgermeister Hein in OÖN vom 8.1.2021 zitiert wird. Mehrere Anrainer wollten Infos, haben keine bekommen und nun wird drübergefahren.“ lässt Christine Buchberger ihrem großen Ärger Luft. „Wir zeigen schon jahrelang die Zunahme des Verkehrs auf, da wir Sorge um unsere Zukunft und den Linzer Süden haben. Mit einbezogen wurden wir wieder nicht, stattdessen werden wir offenbar vor vollendete Tatsache gestellt. Ist das die Bürgerbeteiligung und die Lebensstadt die Bürgermeister Klaus Luger meint?“
Wir wissen eine bessere Lösung
Die Initiative begrüßt den Wandel im Viertel. Statt diverser Betriebe kommen nun junge Familien. Doch diese Entwicklungen dürfen nicht auf Kosten der Lebensqualität gehen. „Überall wird wie in den 1970er Jahren autogerecht geplant. Im konkreten Fall könnte die Tiefgarage viel kleiner ausfallen – ein Car-Sharing System würde gut zum geplanten Ausbau des Bahnhofs Wegscheid passen. Vor allem kann und muss aber die Einfahrt der Tiefgarage an eine verkehrsmäßig besser geeignete Straße verlegt werden.“ ist Anrainerin Buchberger überzeugt von einer leicht umsetzbaren Alternative. „Nicht zuletzt würden auch unsere neuen Nachbarn enorm davon profitieren. Das werden ja auch viele junge Familien mit Kindern sein. Da ist eine sichere Wohnstraße Gold wert.

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