Raml: Wenn schon Testpflicht, dann muss der Gesundheitsminister leicht zugängliche Tests sicherstellen

Künftig ist ein negatives Corona-Testergebnis für den Friseur-Besuch oder andere ´körpernahe Dienstleistungen´ verpflichtend. „Obwohl es die türkis/grüne Bundesregierung lange Zeit geleugnet hat, ist die Testpflicht durch die Hintertür nun Realität. Um den Menschen den Friseur-Besuch zu ermöglichen, muss Gesundheitsminister Anschober aber auch für genügend Testmöglichkeiten sorgen. Das ist jedoch in Linz wieder einmal nicht der Fall“, kritisiert der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml. Das gesamte Testangebot beschränkt sich aktuell auf das Linzer Stadtzentrum. Für Süd-Linzer oder Urfahraner ist es deshalb sehr mühsam, zu einem Corona-Test zu gelangen. „Wieder einmal eine undurchdachte Vorgehensweise auf dem Rücken der Linzerinnen und Linzer. 10 Kilometer oder mehr pro Strecke zurückzulegen, damit jemand zum Friseur nebenan gehen darf, sind wirklich nicht zuzumuten“, so der Gesundheitsstadtrat.

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Hunderte Teststationen könnten in Linz zur Verfügung stehen
Raml hat bereits im Herbst vorgeschlagen, gratis Corona-Tests bei Ärzten und Apotheken anzubieten. Die Kosten sollen vom Bund oder der Gesundheitskassa getragen werden, für die Menschen muss es kostenlos sein. „Ich freue mich, dass nun auch die oberösterreichische Gesundheitsreferentin Haberlander meinen Vorstoß unterstützt. Kostenlose Tests für die Bürger bei ihrem Hausarzt oder bei einer Apotheke würden eine einfache und flächendeckende Test-Infrastruktur schaffen“, weiß der Gesundheitsstadtrat und rechnet vor: „Über 80 Allgemeinmediziner und mehr als 40 Apotheken gibt es in Linz. Gäbe es ein System, sich dort testen lassen zu können und eine gleichzeitige Kostenübernahme durch die ÖGK, hätten wir für Linz mehr als 120 Teststationen. Dies würde ein flächendeckendes Angebot bedeuten, zu welchem alle Linzerinnen und Linzer leichten Zugang haben. Auch die Kosten wären gegenüber dem aktuellen System geringer, da lediglich die Tests an sich und kein weiteres Personal bezahlt werden müssten. Natürlich habe ich auch überlegt, ob die Einrichtung weiterer großer Teststationen sinnvoll wäre. Das würde jedoch nur eine zusätzliche und teure Parallelstruktur schaffen.“

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