Die Linzer Baum Realität

LINZ. Jahrelang angekündigte Baumoffensive dürfte eher ein Wohlfühl-Wahlgag werden.

Nach langem wurde 2019 im Gemeinderat eine innerstädtische Baumpflanzungsoffensive beschlossen. Seit Jahren kursiert der Slogan “1.000 Bäume für Linz” hartnäckig in städtischen Pressemeldungen.

Nachdem die verschriftlichten Versprechen zur Baumpflanzungsoffensive nun bereits fast ganze Bücher füllen könnten, sollen im September 2021 (Wahltermin 26.9.) in der Kroatengasse die ersten 50 neuen Bäume gepflanzt werden. Die Arbeiten sind von September bis Ende Oktober geplant, 20 Parkplätze fallen weg und die Kostenschätzung für die Baumaßnahme beläuft sich derzeit auf rund 750.000 Euro. Hochgerechnet entstünden für die versprochenen 1.000 Bäume also Kosten von 15 Millionen Euro!

Abseits dieser medienwirksamen Ankündigungen schaut die Realität leider nicht so rosig aus. Die im März durch Vandalismus zerstörten Bäume am Römerberg wurden bis heute nicht ersetzt. Dort lässt man über das Thema Baumpflanzungen augenscheinlich einfach Gras über die Sache wachsen.

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Wie bereits berichtet, hakt es derzeit aber auch an anderer Stelle in der angeblichen “Klimahauptstadt”. Für Aufregung sorgte etwa der kurze Pflanzintervall zehntausender Blumen in städtischen Beeten. Der Trend zur Wegwerfblume auf Kosten der Steuerzahler wirkt jedenfalls befremdlich!

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