Für Digitaluni werden 54.450m² Feld geopfert!

LINZ. Massive ‘analoge’ Auswirkungen der Digitaluni. 54.450m² Ackerland werden geopfert!

NA BUM! Innovativ und digital soll sie sein diese neue Uni. Vorerst wird sie aber ein Bodenversiegeler und Grünraum-Killer! Gleich ein ganzes Feld im Auhof wird für das Vorhaben benötigt.

Besonders kurios ist die Lage der zu bebauenden Fläche. Nur unweit nördlich wurde vor der letzten Gemeinderatswahl GEGEN eine Ansiedelung einer großen Firma votiert. Dort wäre sogar mit Steuereinnahmen zu rechnen gewesen. Nun wird quasi ums Eck massiv Steuergeld ausgegeben, und Ackerland versiegelt.

Die Finanzierung und der Errichtungsstandort des „Institute of Digital Sciences Austria“ werden jedenfalls in der Oö. Landesregierung am kommenden Montag beschlossen.

Das Land Oberösterreich wird sich an den Errichtungskosten für den Neubau zur Hälfte beteiligen – und zwar in der Höhe von 117 Millionen Euro. Sämtliche andere aus dem Neuerrichtungsvorhaben entstammende Kosten übernimmt der Bund. Dieser investiert laut Vereinbarung konkret 806 Millionen Euro. Damit werden etwa die Basisfinanzierung der Universität, die finanziellen Verpflichtungen aus Forschung und Lehre sowie die Erstausstattung, Miet- und Betriebskosten umfasst. Die Zahlungen sind vorerst bis 2036 vereinbart – in diesem Jahr soll auch der Vollausbau mit bis zu 6.300 Studierenden erreicht sein. Die Finanzierung der ersten Jahre 2022 bis 2023 wird zu Beginn über die Johannes-Kepler-Universität abgewickelt, der dafür zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt werden. Für die nächste Gründungsphase 2024-2025 sind im Bundesfinanzrahmen bereits jetzt weitere 45 Mio. Euro vorgesehen. Das Budget soll dann laufend ansteigen und im Vollausbau 2036 sollen dem IDSA mindestens 150 Mio. Euro für Lehre, Forschung und Infrastruktur zur Verfügung stehen.

Ebenfalls soll der konkrete Errichtungsstandort der IDSA in der Landesregierung beschlossen werden. Dabei handelt es sich um einen Teil im bestehenden Science-Park der Johannes-Kepler-Universität mit rund 3.000m² sowie um eine Parzelle östlich vom Science-Park mit rund 54.450m² (siehe Grafik unten).

Am 10. November sollen die Finanzierung und der konkrete Errichtungsstandort dem Oö. Landtag zum Beschluss zugeführt werden.

Foto: Land OÖ / Handout

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