🤷 Overtourism: Stau gibt es auch unter der Nibelungenbrücke!


LINZ. Nicht auf den Strecken nur über die Donau gibt es Stau, auch auf der Donau ist der Verkehr stockend.

Gestern waren – neben den Heimathafenbooten – auch noch 9 (!) weitere Kreuzfahrtschiffe alleine im Zentrum festgemacht.

Die Überbelegung führte etwa an der erst im Mai 2022 errichteten Anlegestelle beim SV Urfahr Platz zu einer echten Überbreite. Die Liegeordnung sieht dort laut Betreiberwebsite eine Maximalbreite von 25 Metern vor.

Gestern lag dort – gut über Marine Traffic mitzuverfolgen – ein 11 Meter breites Kreuzfahrtschiff sowie das derzeit größte auf der Donau verkehrende Schiff mit ca. 22 Meter Breite. Macht also gut 33 Meter Gesamtbreite.

Weiterhin werden auch Verbote für das Zufahren der Busse trotz Versprechen der Politik einfach ignoriert. Der Donaupark also den Durchreisenden geopfert.

Auch auf der Linzer Seite der Donau schaut es heuer erneut nicht besser aus. Zahllose Busse karren Besucher schon seit Wochen wieder ins benachbarte Ausland. Die Abfahrt der Gäste wäre also auch im Hafen möglich, dort sogar besser an das Autobahnnetz angebunden.

Ebenso ignoriert wird das seit Jahren geltende Fahrverbot für LKW am Treppelweg. Die Schilder scheinen reine Dekoration zu sein.

Warum trotz vorgeblicher Touristenmassen in der City keine neuen Läden eröffnen – etwa Souvenirgeschäfte – ist ein Rätsel. Zwar wird immer wieder von der großen Wertschöpfung gesprochen, diese dürfte aber eher im Bereich der Müllentsorgung liegen.

Ein wirklich schlimmes Thema sind leider die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten auf den Schiffen. Diese sollen teils verheerend sein. Der Standard berichtete bereits.

Letzte Woche wurden dann 5 Angestellte ohne Reisedokumente auf einem Schiff bei Linz nach dem Fremdenrecht festgenommen.

Standard:
https://www.derstandard.at/story/3000000234442/donau-kreuzfahrten-ausbeutung-inmitten-von-luxus-und-flussromantik

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