🤷 Protest der Rathausopposition ohne Wirkung: Tschickbude-Parkhaus wird gebaut.


LINZ. Stadt investiert weiter hohe Summen in angebliches “Vorzeigeprojekt”.

Der Schuldenstand in Linz dürfte leider so bald nicht geringer werden.

Weil man in der Tabakfabrik einen begrünten Innenhof haben möchte, rollt nun bald noch mehr Verkehr durch die angrenzenden Wohnviertel.

Wie erwartet hatte der Miniprotest von Seiten der Rathausopposition keine Wirkung. Der Gemeinderat hat gestern einen Gesellschafterzuschuss der Stadt Linz in der Höhe von 1,6 Millionen Euro für das neuen Parkhaus der Tschickbude mehrheitlich beschlossen.

Somit wird an der Ecke Lederergasse / Petzoldstraße ein Parkhaus gebaut. Fünf Etagen hoch mit Platz für 190 Fahrzeuge.

Und zusätzlich entsteht auch noch ein neuer Oberflächenparkplatz mit rund 60 Stellplätzen gegenüber der Tabakfabrik an der Unteren Donaulände. Konkret neben der Kleingartenanlage.

Die immer wieder als “Vorzeigeprojekt” gehandelte ehemalige Tabakfabrik könnte bei genauer Betrachtung vielleicht doch nicht so ein toller Erfolg sein. Vor allem von der wirtschaftlichen Seite betrachtet. Denn die Kosten für den Steuerzahler sind enorm.

Der Betrieb eines Bürogebäudes für private Firmen, Weitervermieter oder Startups sollte eigentlich keine städtische Aufgabe sein. Dafür wäre ja der freie Immobilienmarkt gedacht. Auf diesen freien Markt könnte man seitens der Stadt Linz vielleicht auch die zahllosen Gastroflächen bringen. Die Verpachtung der im Stadtbesitz befindlichen Betriebe muss man ja teilweise auch eher auf die Liste “Glücklos” setzen.

Hier ein kleiner Auszug aus öffentlich bekannten Kosten für die Tabakfabrik:

2009 Ankauf der Fabrik: 20,4 Millionen Euro
2016 – 2022 Gesamtsanierung 72: Millionen Euro
2021 Investitionsprogramm: 13 Millionen Euro
2022 Investitionsprogramm: 4,8 Millionen Euro
2023 Investitionsprogramm: 1,9 Millionen Euro
2024 Investitionsprogramm: 5 Millionen Euro

Derzeit sind weitere 4,7 Millionen Euro für zwei Parkplatzprojekte geplant, 1,6 Millionen Euro wurden gestern im Gemeinderat beschlossen.

Und für rund 500.000 Euro soll eine Neugestaltung des Innenhofs der Tabakfabrik geplant sein.

… macht dann insgesamt 122,3 Millionen Euro.

Wie hoch die Belastungen für die Stadtkasse insgesamt waren ist leider nicht so einfach auf eine Liste zu setzen. So dürften etwa auch Kosten in der Planungsphase vor dem Ankauf angefallen sein.

Die Tabakfabrik Linz Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft mbH (TFL) wurde im Jahr 2009 gegründet. Eigentümerinnen der TFL sind die Immobilien Linz GmbH & Co KG (89,4418 %), die Immobilien Linz GmbH (0,5117 %) und die Stadt Linz (10,0465 %). Immobilien Linz GmbH & Co KG und Immobilien Linz GmbH sind zu 100 Prozent im Besitz der Stadt Linz.

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