ℹ️ Ein Social Media Verbot für “Jugendliche” könnte das Ende der Anonymität im Internet bedeuten!


LINZ/WIEN. Forderungen nach Alterskontrollen im Internet sind ein Schritt zur Klarnamenpflicht.

Obwohl die Erziehung und Beaufsichtigung von Kindern eigentlich Pflicht der Eltern wäre, und gültige Jugendschutzbestimmungen vorhanden sind, will die Regierung nun weitreichende Schritte setzen.

Ein Social Media Verbot für Jugendliche wird massiv beworben. Eine Umfrage für den staatlich über die Haushaltsabgabe (Umgangssprache: Zwangsgebühr) finanzierten ORF ergab sogar 90% Zustimmung bei Pensionisten für diese Idee. Immerhin.

Was allerdings wenig Beachtung findet: Alle Erwachsenen werden dann nachweisen müssen, dass sie keine Kinder sind, wenn sie weiter an Social Media teilnehmen wollen.

Datenschützer warnen nun vor dem “Ende des freien Internets”. Und dies nicht ohne Grund.

Mit einem Altersnachweis würde eine Grundlage für staatliche Kontrolle im Netz geschaffen, und ein massiver Eingriff in das Grundrecht auf Privatsphäre wäre gegeben.

Das Internet ist allerdings ein öffentlicher Raum und sollte ohne eine digitale Identifizierung nutzbar sein.

Unter dem Vorwand “Jugendschutz” möchte man anscheinend die Anonymität im Internet abschaffen und den Menschen eine Art digitale Identität – womöglich kontrolliert über die ID-Austria – aufzwingen.

Der Staat hätte dann immer alle Informationen zum Nutzungsverhalten der Bürger.

Die harmlos präsentierte Idee könnte sehr rasch in der Überwachung aller Konten auf sämtlichen Plattformen enden. Der Staat hätte ja dann alle Daten.

Seit Jahren schimpfen die Politiker nun aber schon über totalitäre Regime, über Trump oder Orbán und Co.

Welche Medien der Regierung als U-14-tauglich vorschweben, ist bis dato leider nicht bekannt. Eine moderne, innovative und vor allem offene Gesellschaft dürfte aber auf Basis der zukünftig erzwungenen Nutzung von Zeitungen und ORF-Programmen im linearen Fernsehen eher schwer zu gestalten sein.

Inzwischen träumen einige Menschen von einem Verbot sozialer Netzwerke bis 16. In dem Alter sollen die Österreicher aber schon zur Wahl gehen.

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