✊ Ordensspitäler OÖ: Auch in 6. KV-Runde keine Bewegung – Streik am 3. März!
Aussendung Gewerkschaft vida
Auch die 6. Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag (KV) für die Ordensspitäler Oberösterreich brachte keine Einigung. Die Arbeitgeber legten kein neues Angebot vor und zeigten erneut keinerlei Bewegung in der zentralen Frage der Entlastung durch Arbeitszeitverkürzung. Die Gewerkschaft vida sieht sich daher gezwungen, die Vorbereitungen für einen Streik am 3. März weiter voranzutreiben. Denn eines ist klar: Ohne eine verbindliche Arbeitszeitverkürzung wird es keine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Ordensspitälern geben. Einen nächsten Verhandlungstermin gibt es am 12. März.
„Uns geht es um eine gute Patient:innenversorgung und um die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Oberösterreich. Dafür braucht es endlich spürbare Entlastung für die Beschäftigten – und die kommt nur mit einer realen Arbeitszeitverkürzung“, betont vida-KV-Verhandlerin Martina Reischenböck. Die Kolleg:innen seien den Arbeitgebern in den vergangenen Runden mehrfach entgegengekommen und hätten zuletzt sogar ein eigenes Kompromissangebot vorgelegt. „Die Arbeitgeber sind bis heute nicht einmal in der Lage, ein eigenes Gegenangebot zur Arbeitszeitverkürzung vorzulegen. Statt Lösungen zu suchen, mauern sie sich auf ihrer Position ein“, ergänzt Reischenböck.
Trotz der festgefahrenen Situation bleibt das Verhandlungsteam der Gewerkschaft vida gesprächsbereit: „Wenn die Arbeitgeber endlich ernsthaftes Interesse an einer Lösung zeigen, sind wir natürlich gesprächsbereit. Dafür braucht es allerdings echte Vorschläge statt leerer Worte.“
Land OÖ muss Verantwortung übernehmen
Die zähen Verhandlungen zeigen auch: Eine tragfähige Lösung kann offenbar nicht ohne das Eingreifen des Landes Oberösterreich zustande kommen, das die Ordensspitäler maßgeblich finanziert. „Die politische Verantwortung bleibt bislang zu oft im Hintergrund. Das Problem ist aber ein politisches – und eines im öffentlichen Interesse der gesamten oberösterreichischen Bevölkerung.“
Insbesondere Gesundheits-Landesrätin LH-Stv.in Christine Haberlander dürfe sich nicht länger wegducken. „Haberlander betont innerhalb der ÖVP regelmäßig ihr Engagement für Arbeitnehmer:innen und Frauenthemen. Rund 80 Prozent der Beschäftigten in den Ordensspitälern sind Frauen. Wer diese Realität ernst nimmt, muss sich auch für konkrete Entlastung in den Gesundheitsberufen einsetzen“, betont Martina Reischenböck.
„Frau Haberlander: Wenn Sie wollen, dass die Menschen in unserem Bundesland auch in Zukunft gut versorgt werden, dann kommen Sie jetzt auf uns zu! Auch Ihnen sollte das Wohl der Patient:innen am Herzen liegen.“, so Ergotherapeutin und Betriebsrätin Eva-Maria Meindlhumer.
Streikvorbereitungen laufen
Indes bereitet die Gewerkschaft gemeinsam mit zahlreichen engagierten Beschäftigten den Streik für den 3. März vor. Die Ankündigung erfolgte bereits in der vergangenen Woche – aus Rücksicht auf Patient:innen und Planungssicherheit. Wie schon bei den letzten Arbeitskampfmaßnahmen bietet die Gewerkschaft den Arbeitgebern ein geordnetes Herunterfahren des Betriebs auf Basis einer gemeinsamen Vereinbarung an, um die Versorgungssicherheit bestmöglich zu gewährleisten. „Jetzt sind die Arbeitgeber und die Politik gefordert, Verantwortung zu übernehmen. Die Beschäftigten haben ihren guten Willen längst bewiesen“, so Verhandlerin Martina Reischenböck.
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