🤡 Wird “Social-Media-Verbot unter 14 Jahren” ein PR-Gag?
LINZ/WIEN. Pressekonferenz zum Social-Media-Verbot bringt mehr Fragen als Antworten.
Die Bundesregierung hat sich auf ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren geeinigt. Und es gab vorhin eine Pressekonferenz dazu. Klarheit über Details gab es aber keine. Die Sache wirkt – ganz leicht – nach dem Ringen um Aufmerksamkeit.
Auch in den anderen Bereichen der Regierungseinigung, etwa bei erneut neuen Lehrplänen, gab es keine wirklich harten Infos. Diese Punkte sind ja quasi der Deal für die Zustimmung zum geplanten Social-Media-Verbot.
Latein soll jedenfalls um 2 Stunden in der Woche reduziert werden, Kinder sollen zu mehr Kritikfähigkeit erzogen werden, Medienkompetenz soll auf den Lehrplan kommen.
Kaum wurden die Fragen konkret, verwies man allerdings auf weitere Ausarbeitungen oder Beratungen.
Auch konkrete Starttermine konnte man nicht nennen.
Beim Verbot Sozialer Medien will man bis Ende Juni einen Gesetzesentwurf vorlegen, danach geht der Entwurf in Begutachtung. Und dann muss die Idee aber noch von der EU abgesegnet werden. Dies dauert dann gut und gerne weitere 6 Monate. Vermutlich dürfte also bis 2027 keine Verbotseinführung zu machen sein.
Die neuen Lehrpläne könnten schon ab Herbst gelten. Hier sprach man viel über Schulgemeinschaften und Pläne, nicht jedoch über die echt harten Fakten oder Details.
Sollte die Umsetzung der Ideen in etwa die Qualität der sogenannten “Spritpreisbremse” haben, dann wird ein Großteil der Jugendlichen viele der Ankündigungen vermutlich nicht weiter bemerken.
Spannend: Die Regierung legt sich bei den Namen der Plattformen nicht fest und nennt keine Netzwerke direkt. Es soll um die Funktionalität der Plattformen gehen. Auch hier gibt es derzeit keine konkreteren Details.
Derzeit fix: Eine Klarnamenpflicht im Internet ist vorerst vom Tisch. Die Sache könnte aber ab Bekanntwerden der Methode zum Altersnachweis wieder ein Thema werden.
UPDATE: Die ohnehin umstrittene Reform der Lehrpläne an den AHS-Oberstufen soll erst ab 2027/28 für mehr Unterricht zu Medienkompetenz oder den Umgang mit KI sorgen.
Folge uns in den sozialen Netzwerken



