🍺 Linz: Bierverzehr schlägt Radverkehr!


🍺 Humptata und Bierverzehr schlägt in Linz den Radverkehr!

Wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Oder gar mit mehrerlei?

In Linz scheint es in Sachen Durchsetzung von Radwegsideen irgendwie nicht überall denselben Maßstab zu geben.

Denn während man auf der Nibelungenbrücke für eine Handvoll Radfahrer (in den letzten Tagen rund 5,8% Anteil an Fahrten) gleich zwei weitere Spuren opfert, hat der Donauradweg R1 augenscheinlich keine Priorität. Denn mitten auf dem Radweg wurde heute wieder ein Altholzbau im Style einer Almhütte errichtet. Die Hütte bleibt nun mehrere Wochen dort stehen.

Konkret die Alm vom Urfahrmarkt. Eine Hütte, in der Mann und Frau in den letzten Jahren vor allem deftige Speisen und süffige Getränke bekam. Warum dies nur direkt auf einem der wichtigsten Europäischen Radwegrouten vonstatten gehen kann, ist zumindest hinterfragungswürdig.

Derweilen wurde unter dem Vorwand der Sicherheit für Radfahrer in den letzten zwei Wochen – wir mussten leider umfassend berichten – ein neues Nadelöhr auf der Nibelungenbrücke errichtet. Dort stehen jetzt an Werktagen alleine von 7 bis 8 Uhr 56 (!) Busse des OÖVV im Stau. Von den tausenden Pendlern nicht zu sprechen.

Nochmal zum Radweg R1:

Der Donauradweg ist Teil einer langen Tour bis nach Wien und auch für den innerstädtischen Radverkehr eine der Hauptachsen. Am Donauradweg wurden 2023 insgesamt 926.000 Radfahrer gezählt. Davon waren 203.720 Touren-Radurlauber.

Auf der Nibelungenbrücke fuhren heute von 18:45 Uhr bis 19:00 Uhr laut Citydashboard – bei bestem Frühlingswetter – 32 Radfahrer über die Nibelungenbrücke. Auf inzwischen schon 4 Radwege.

Die Prioritäten in Linz scheinen irgendwie sehr komisch gesetzt.

Pikant: Der Verkehrsreferent – morgen am Grünmarkt mit einem Stop der Radreparaturtour – ist neuerdings auch Marktreferent. Also quasi der Oberverantwortliche für den Jahrmarkt.

Insofern wäre er also gefordert auch zu Jahrmarktzeiten die Radfahrerrechte hoch zu halten. Nun müssen die Radfahrer aber für mehrere Wochen auf den Treppelweg ausweichen. Dieser Weg wird dann aber nicht nur von Fußgängern und Freizeitsportlern genutzt, sondern ist auch noch die Ausfahrt für hunderte Schausteller und Lieferanten vom Urfahrmarkt.

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