🤷 Die Senkung der Mehrwertsteuer kann Mehrbelastungen eher nicht abfedern!


LINZ/WIEN. Ersparnis könnte laut Babler 100 Euro im Jahr ausmachen.

Naja. Das wird wohl leider kein großer Wurf. Die Senkung der Mehrwertsteuer auf einen kleinen Teil der Grundnahrungsmittel ist mehr Show als Hilfe.

Die ORF-Pressestunde brachte gestern Licht ins Dunkel der Grundnahrungsmittelliste für den neuen Steuersatz von 4,9%. Nicht nur das zaghafte Herausrücken der dann doch sehr kurzen Liste (über mehrere Tage hinweg) deutet auf den eigentlichen Sinn der Sache hin. Und diesen kann man mit PR-Gag zusammenfassen.

Denn die wirklich teuren Produkte sind nicht in der Liste enthalten. Fleisch etwa. Und auch alternative Ernährungsformen kommen laut Kritikern nicht besonders gut weg. Das fehlende Bier ist also das kleinste Problem im Produktkorb.

Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) erhofft laut Auskunft in der ORF-Pressestunde für eine Familie mit 2 Kindern jährlich bis zu 100 Euro mehr im Börserl. Für einen Single-Haushalt bleiben dann vermutlich also knapp 40 Euro. Wenn überhaupt.

Zum Vergleich: Die Mehrbelastung durch die ORF-Gebühr kostet jedem Haushalt € 183,60 im Jahr!

Ein Indiz für die “Nachhaltigkeit” von Steuersenkungen könnte die Halbierung der Steuer von 20% auf den 10% im Jahr 2021 bei Damenhygieneprodukte sein. Der Preisvorteil wurde damals rasch wieder aufgeholt. Nun wurde bekanntlich auf 0% nachgebessert.

Zum wirklichen Abfedern der Mehrbelastungen sowie der noch immer extrem hohen Inflation wird die Minientlastung ab 1.7. jedenfalls nicht ausreichen.

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