📋 Liste der Grundnahrungsmittel mit ermäßigter Mehrwertsteuer ab Juli – Details


Die Bundesregierung hat im Ministerrat die Senkung der Umsatzsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel beschlossen. Ab 1. Juli 2026 wird der Mehrwertsteuersatz für zentrale Produkte des täglichen Bedarfs dauerhaft auf 4,9 Prozent gesenkt.

Bereits davor soll die Kennzeichnungspflicht bei Shrinkflation gelten, konkret ab 1. April 2026.

Laut Bundesregierung wäre das Ziel, Haushalte angesichts der weiterhin spürbaren Teuerung im Lebensmittelbereich gezielt zu entlasten.

Die Maßnahme wird aber vollständig gegenfinanziert. Insofern ist es eher eine Verschiebung der Belastungen für die Bürger.

Die Umsatzsteuer wird für folgende Produktgruppen auf 4,9 Prozent gesenkt:

» Milch: KN 0401 10 sowie KN 0401 20 (inklusive laktosefreie tierische Milch)
» Butter: KN 0405 10
» Joghurt: KN 0403 20
» Eier frisch von Hühnern (Gallus domesticus): KN 0407 21
» Kartoffeln: KN 0701 9050 sowie KN 0701 9090
» Paradeiser: KN 0702 00
» Speisezwiebel, Knoblauch und Lauch sowie anderes Lauchgemüse: KN 0703, ohne KN 0703 1011 (Steckzwiebel)
» Kohl, Blumenkohl/Karfiol, Kohlrabi und andere Kohlarten: KN 0704
» Salate: KN 0705 sowie KN 0709 9910
» Karotten, Rüben und Knollensellerie: KN 0706
» Gurken: KN 0707
» Bohnen, Erbsen und andere Hülsenfrüchte: KN 0708
» Anderes Gemüse: KN 0709 (zum Beispiel Kürbis, Auberginen/Melanzani, Paprika oder Spargel), ohne KN 0709 5400, KN 0709 5500 sowie KN 0709 5600
» Gemüse gefroren (zum Beispiel Erbsen, Spinat): KN 0710
» Äpfel, Birnen, Quitten frisch: KN 0808
» Steinobst frisch (zum Beispiel Marillen, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen/Zwetschken): KN 0809
» Getreide, Müllereierzeugnisse und Backwaren:
» Reis: KN 1006
» Weizenmehl und Weizengrieß: KN 1101 sowie KN 1103 11
» Nudeln (ohne Füllung): KN 1902 11, 1902 19 und gegebenenfalls 1902 30 10
» Brot und Gebäck (Semmel, Mohnflesserl, Salzstangerl und so weiter): KN 1905 90 30 (inklusive glutenfreies Brot)
» Speisesalz: KN 2501 00 91

Weitere Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Teuerung:

» Energie: Senkung der Elektrizitätsabgabe, Entlastungen bei Netzkosten und ein Strompreisdeckel für Krisenzeiten

» Wohnen: Mietpreisbremse und gesetzliche Begrenzung von Mietsteigerungen ab 2026

» Lebensmittel:

› Verschärfte Kontrollen bei Rabatt- und Preistricks und höhere Strafen bei Verstößen
› Kennzeichnungspflicht bei Shrinkflation ab 1. April 2026
› Transparenz entlang der Wertschöpfungskette durch den Ausbau des Preisradars der Statistik Austria
› Neuaufstellung der Preiskommission und Stärkung der Bundeswettbewerbsbehörde

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