💸 “AIR STELZER”: Erste Kritik an 36 Millionen Euro für die neuen Frankfurt-Flüge
LINZ. Die Anbindung an Frankfurt soll in den nächsten 4 Jahren bis zu 36 Millionen Euro kosten.
Kaum war die Info offiziell gab es auch schon Kritik.
Die dänische Fluggesellschaft DAT (Danish Air Transport) – wir berichteten – soll ab 29.3. die Verbindung von Linz nach Frankfurt ermöglichen.
Als vermeintliches Zuckerl wurde das “Durchchecken” der Koffer am Drehkreuz Frankfurt ins Spiel gebracht. Was nicht zur Sprache kam, die kleine Fluggesellschaft führt derzeit kein klassisches Meilenprogramm wie Miles & More oder SAS EuroBonus, bei dem man pro Flug Punkte sammeln kann.
Heuer soll das Land Oberösterreich jedenfalls an die 7,5 Millionen Euro bereitstellen. In den nächsten Jahren jeweils 9 Millionen Euro.
Die ersten drei Jahre muss die Airline fliegen, dies soll so im Vertrag geregelt worden sein.
Weil die Stadt Linz, als Hälfteeigentümer des Linzer Flughafens, nicht mitzahlen will, möchte das Land Oberösterreich nun Mehrheitseigentümer werden.
Das Projekt wurde nun bereits spöttisch unter anderem als “AIR STELZER” bezeichnet. Bei vielen Menschen ist angesichts der enormen Kosten der Ärger groß.
Die Grünen meinten: “Offenbar Goldesel im Keller des Landhauses gefunden”.
Die MFG warf ein: „Erfolgsmeldungen ersetzen keine Antworten auf Planung, Risiken und Mittelverwendung”
Aussendung der Grünen
Wieder Linz-Frankfurt-Verbindung: 36 Millionen Euro Steuergeld für ein dänisches Manager-Shuttle
Offenbar Goldesel im Keller des Landhauses gefunden – bei Ärmsten wird gekürzt, fürs Fliegen ist nichts zu teuer
„Man darf LH Stelzer und LR Achleitner heute wohl auf Wolke 7 vermuten. Endlich gibt’s wieder eine Linz-Frankfurt-Verbindung. Aber um welchen Preis: 36 Millionen Euro buttert man in den nächsten vier Jahren in diese eine Linie. 36 Millionen an Steuergeld rinnt in ein dänisches Shuttle, um vor allem Manager in die Finanzmetropole zu fliegen. Während hier im Land etliche Bereiche zusammengespart werden, bei den Ärmsten gekürzt wird, hat man offenbar noch genug Geld für die Konzerne. Die Flieger werden Richtung Frankfurt wieder abheben. Bleibt abzuwarten, ob auf den erträumten Neustart dann nicht eine harte Landung in der Realität folgt“, reagiert der Grüne Klubobmann LABg. Severin Mayr auf die Ankündigung, dass eine dänische Fluglinie künftig die Verbindung Linz-Frankfurt bedienen wird.
Denn die AUA hat diese Verbindung aus wirtschaftlichen Gründen gekappt. Weil die Flieger halbleer waren. LH Stelzer spricht von einer Anschubfinanzierung und hofft, dass die Strecke wieder selbstständig wirtschaftlich wird. „Da darf man aber gespannt sein. Welches Wundermittel hat man wohl auf Lager, dass die Passagiere nach Frankfurt Schlange stehen, die dänischen Jets voll und die Zahlen wieder schwarz werden. Eher ist davon auszugehen, dass in den nächsten vier Jahren 36 Millionen Euro Steuergeld de facto in die Luft geblasen werden. Und es wäre kein Wunder, wenn sich genau diese Situation in vier Jahren dann wiederholt und der Steuer-Goldesel dann erneut ausrücken muss“, betont Mayr.
Aussendung von MFG
LAbg. Joachim Aigner (MFG): „Erfolgsmeldungen ersetzen keine Antworten auf Planung, Risiken und Mittelverwendung
MFG OÖ: Frankfurt-Verbindung ja – aber nicht ohne Transparenz und Verantwortung
Zur heutigen Berichterstattung über die Wiederaufnahme der Flugverbindung Linz–Frankfurt hält die MFG Oberösterreich fest: Eine internationale Anbindung ist für den Standort Oberösterreich grundsätzlich relevant. Sie entbindet die politisch Verantwortlichen jedoch nicht von ihrer Pflicht zu Transparenz und nachvollziehbarer Entscheidungsgrundlage.Das Land Oberösterreich ist zu 50 Prozent Eigentümer des Flughafens Linz und beteiligt sich als Miteigentümer finanziell am laufenden Betrieb. Laut aktueller Berichterstattung handelt es sich im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der Frankfurt-Verbindung um eine mehrjährige finanzielle Beteiligung in erheblicher Höhe. Gerade deshalb ist aus Sicht der MFG klar darzulegen, auf welcher wirtschaftlichen Planung und welchen Annahmen diese Entscheidungen beruhen. Umso mehr gilt dies vor dem Hintergrund, dass das Land laut aktueller Berichterstattung den Ankauf der Anteile der Stadt Linz am Flughafen Linz in Erwägung zieht, und damit zusätzliche finanzielle und politische Verantwortung übernehmen würde.
„Erfolgsmeldungen ersetzen keine Antworten auf zentrale Fragen zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit und zum finanziellen Risiko für das Land“, betont LAbg. Joachim Aigner, MFG-OÖ Landesparteiobmann. „Wenn Landesmittel in Millionenhöhe eingesetzt werden, muss klar sein, welche Ziele damit verfolgt werden, welche Risiken bestehen und wie diese politisch kontrolliert werden.“
Die MFG hat dazu bereits eine schriftliche Anfrage eingebracht. Darin wird unter anderem die Offenlegung von Planungs- und Planrechnungsunterlagen, die konkrete Zweckbestimmung der eingesetzten Landesmittel, die Risikoeinschätzung für das Jahr 2026 sowie die laufende Kontrolle der wirtschaftlichen Entwicklung des Flughafens Linz abgefragt. Im Rahmen einer mündlichen Anfrage von LAbg. Joachim Aigner (MFG) an den zuständigen Beteiligungslandesrat Achleitner in der vergangenen Landtagssitzung blieben zentrale Fragen zur wirtschaftlichen Planung und zur finanziellen Verantwortung des Landes im Zusammenhang mit der Beteiligung an der Flughafen Linz GesmbH unbeantwortet. Achleitner verwies dabei auf seine Verschwiegenheitspflicht als Aufsichtsratsmitglied, obwohl er in seiner Funktion als Regierungsmitglied im Landtag befragt wurde.
„Der Landtag ist kein Zuschauer. Wer als Beteiligungslandesrat Verantwortung trägt, muss erklären können, worauf Entscheidungen beruhen – und nicht erst dann, wenn Probleme auftreten“, so Aigner abschließend.
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