LASK siegt bei Sturm 2:0

Der LASK besiegt den SK Sturm Graz mit 2:0 und feiert damit den ersten Auswärtserfolg der laufenden Tipico-Bundesliga-Saison. Husein Balic brachte die Linzer bereits nach sechs Minuten auf die Siegerstraße, für die Entscheidung sorgte in der Nachspielzeit Johannes Eggestein, der über seinen Premierentreffer in Österreich jubeln durfte.

Die Athletiker, bei denen Johannes Eggestein und René Renner für Marko Raguz und Petar Filipovic in die Startelf gerückt waren, legten auch in Graz einen regelrechten Traumstart hin. Nach sechs Minuten bediente der zentral postierte Johannes Eggestein nach einem schnellen Linzer Angriff über die linke Seite Husein Balic, der aus halblinker Position im Strafraum abzog und mit einem überlegten Schuss in die rechte Ecke traf.

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Wenig später hätten die Schwarz-Weißen beinahe den nächsten Treffer nachgelegt. Peter Michorl zirkelte von der rechten Seite einen Eckball zur Mitte, wo Gernot Trauner knapp links am Tor vorbeiköpfte (17.). Rund 60 Sekunden nach dieser Torgelegenheit meldeten sich die Steirer mit einem ersten gefährlichen Angriff zu Wort. Nach schnellem Umschaltspiel im Mittelfeld lief Friesenbichler von halbrechts auf das Tor von Alexander Schlager zu, Österreichs Teamkeeper konnte den daraus resultierenden Torschuss aber entschärfen. Dem Abschluss des Grazer Angreifers war zudem ein entscheidendes Nachlaufen von LASK-Defensivspieler Philipp Wiesinger vorausgegangen.

Vier Minuten vor dem Pausenpfiff eröffnete sich den Gästen aus Linz eine weitere gute Möglichkeit. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld spielte Andreas Gruber das Leder umgehend in die Spitze, wo Peter Michorl am gut reagierenden Siebenhandl im Tor der Grazer scheiterte.

Auch nach Wiederbeginn lieferten sich die beiden Teams eine intensive Begegnung. Die erste aussichtsreiche Torchance fand nach 57 Minuten der Grazer Kuen vor, der das Spielgerät aus kurzer Distanz nur knapp rechts neben das Linzer Tor beförderte. Zehn Minuten später wurde die Ilzer-Elf erneut brandgefährlich. Friesenbichler spielte von links auf Ljubic, der im Eins-gegen-eins am hervorragend reagierenden Alexander Schlager scheiterte.

In der 80. Minute schrammten die Hausherren ein weiteres Mal nur knapp am Ausgleichstreffer vorbei. Jantscher brachte von rechts einen Eckball in den Torraum, wo Hierländer hochstieg, das Spielgerät aber knapp über die Querlatte köpfte. In der zweiten Minute der Nachspielzeit durften die Linzer dann aber über die Entscheidung jubeln. Nach einem Patzer von Dante schnappte sich der eingewechselte Mads-Emil Madsen den Ball, um uneigennützig auf Johannes Eggestein querzulegen. Der 22-jährige Deutsche musste das Spielgerät nur noch über die Torlinie schieben.

Es war ein sehr schwieriges Spiel für uns, aber damit haben wir auch gerechnet. Der SK Sturm hat sich als der erwartet starke Gegner gezeigt und sehr aggressiv gegen den Ball gearbeitet. Wir haben in der ersten halben Stunde einen sehr guten Job gemacht, danach aber den Rückraum des Gegners zu wenig attackiert und dadurch ein paar Probleme bekommen. Die zweite Halbzeit war dann sehr zerfahren: Es gab viele Fouls und dadurch etliche Standardsituationen. Da muss ich meiner Mannschaft wirklich ein Kompliment aussprechen: Sie hat Haltung bewiesen und viele Standards konsequent wegverteidigt. Bei einer Mannschaft wie Sturm, die über Standardsituationen oft gefährlich wird, ist das keine Selbstverständlichkeit. Am Ende ist die heutige Partie in die Kategorie Arbeitssieg einzuordnen – für uns waren das heute drei weitere wichtige Punkte.

Dominik Thalhammer

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