Seeber: Gemeinderat lehnt ökologischere Wirtschaftsförderung ab

Fortschreibung des alten Trotts anstatt stärker auf regionale, ökologische und nachhaltige Aspekte Rücksicht zu nehmen: Dafür haben sich gestern SPÖ, FPÖ und ÖVP im Gemeinderat entschieden und unseren Antrag für eine Ökologisierung der städtischen Wirtschaftsförderung abgelehnt. „Damit hat sich wieder einmal gezeigt, dass Regionalität, Nachhaltigkeit und Klimaschutz zwar gerne in den Mund genommen werden, konkrete Taten aber Mangelware bleiben. Gerade in der auch wirtschaftlich so herausfordernden Corona-Zeit hätten durch eine zeitgemäße Neuausrichtung der Wirtschafts-Subventionen verstärkte Impulse für die Wirtschaft gesetzt werden können“, betont Bernhard Seeber, Wirtschaftssprecher der Grünen Linz.

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Kurze Lieferketten, regionale Wertschöpfung und achtsamer Konsum werden angesichts der Herausforderung durch die Klimakrise immer wichtiger. „Deshalb wäre es wichtig und richtig, Ökologie und Nachhaltigkeit als Schwerpunkt in der Wirtschaftsförderung zu verankern“, unterstreicht Seeber. Gerade jetzt wäre für diese Maßnahme ein idealer Zeitpunkt gewesen, läuft die Wirtschaftsförderung doch mit Ende des Jahres aus und muss für die kommenden Jahre erneuert werden. „Die Chance, zukunftsgerichtete Veränderungen herbeizuführen, um dadurch ökologisches Verhalten von Wirtschaftsbetrieben und KundInnen zu fördern, hat der Gemeinderat gestern aber vom Tisch gewischt. Besonders enttäuschend ist, dass nicht einmal eine weitere Diskussion im Ausschuss mehrheitsfähig gewesen ist“, so Seeber.

Denn nur wenn die Stadt Anreize setzt und attraktive Rahmenbedingungen schafft, wird die Umstellung auf mehr Nachhaltigkeit und Regionalität im täglichen Wirtschaftsleben gelingen und somit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. „Ziel muss sein, ökologisches Verhalten zu belohnen und die Wirtschaftsförderung dahingehend auszurichten. Mit der Fortschreibung der bestehenden Subvention, für die sich der Gemeinderat entschieden hat, wird das aber nicht gelingen“, hält Seeber abschließend fest.

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