Black Wings verlieren in Villach

Trotz 2:0-F├╝hrung und guter Chancen verlieren die Linzer in Villach.

Im Duell der Schlusslichter der ICE verschlafen die Black Wings gegen den VSV die Anfangsminuten im Mittel- und Schlussdrittel und bringen sich so um die m├Âglichen Fr├╝chte ihrer Arbeit. Nach guten ersten 20 Minuten mit effizienter Chancenverwertung und zwei Treffern, verspielen die Linzer ihre F├╝hrung und m├╝ssen sich am Ende knapp mit 3:4 geschlagen geben.

Der VSV kommt mit viel Elan aus der Kabine und schnuppert sogleich am F├╝hrungstreffer. Allard, Coran und Zauner heizen Kickert im Linzer Tor ordentlich ein. Nach exakt 180 Sekunden versucht Matzka den durchbrechenden Kosmachuk am Abschluss zu hindern und kassiert zwei Minuten wegen Hakens. Der VSV ├╝bt im Powerplay viel Druck aus, bleibt aber unbelohnt. In der sechsten Minute bietet sich f├╝r die Stahlst├Ądter die Riesenchance auf das 1:0. Nach Zuspiel von Lebler zieht Beaudoin auf das leere Tor ab, doch Schlussmann Schmidt hechtet sich reaktionsschnell in den Schuss und verhindert sehenswert den Gegentreffer.

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Nicht ganz so gute Figur macht der junge und sonst stark spielende VSV- Keeper drei Minuten sp├Ąter. Schmidt versucht die kullernde Scheibe vor seinem Kasten zu kl├Ąren, doch Kozek kommt ihm zuvor und stochert die Scheibe durch die Schoner ins Netz. 1:0 f├╝r die Linzer, die nun deutlich aktiver auftreten und in der 15. Minute das 2:0 nachlegen. Kurz nach Ende des zweiten ├ťberzahlspiels kommt Lebler im linken Bullykreis zum Abschluss und donnert die Scheibe unhaltbar zum 2:0 unter die Latte. Ein weiteres Highlight im ersten Drittel liefert Kickert mit einer grandiosen Rettungsaktion weit vor dem Tor gegen den heraneilenden Collins. So bleibt es beim Zwei-Tore- Vorsprung der Black Wings nach 20 Minuten.

25 Sekunden nach Wiederbeginn verk├╝rzen die ÔÇ×AdlerÔÇť auf 1:2. Kosmachuk zieht aus spitzem Winkel ab und bezwingt Kickert mit einem pr├Ązisen Schuss ins kurze Kreuzeck. Die Villacher dr├╝cken weiter aufs Tempo und sorgen f├╝r viel Verkehr vor dem Tor der Ober├Âsterreicher. Ein weiteres Powerplay nach Tikkinen-Strafe lassen die Hausherren ungen├╝tzt. Die Black Wings erfangen sich rasch und finden in der 27. Minute die erste Chance im Mitteldrittel vor. Nach Umicevic-Zuspiel versucht es Lebler per Direktabnahme, doch Schmidt lenkt die Scheibe mit der Schulter ├╝ber die Latte.

Wenige Sekunden sp├Ąter vergibt Kozek die Riesenchance auf seinen zweiten Treffer – nach einem Rebound wischt der Kanadier aus idealer Position ├╝ber die Scheibe. Bitter, da dem VSV in der 32. Minute im Powerplay der Ausgleich gelingt. Nach einem Schuss des allgegenw├Ąrtigen Kosmachuk verwertet Collins unbedr├Ąngt den Rebound zum 2:2.
Die Black Wings zeigen sich davon wenig beeindruckt und dr├Ąngen auf die erneute F├╝hrung. Erst scheitert Pelletier aus kurzer Distanz, kurz darauf schie├čt Hyt├Ânen am leeren Tor vorbei. Zum Leidwesen der Linzer r├Ącht sich die mangelnde Kaltschn├Ąuzigkeit in dieser Phase prompt. Knapp zwei Minuten vor Drittelende stellt Caron mit einem Handgelenksschuss in den Winkel auf 3:2 f├╝r die Daum-Truppe.

Auch im Entscheidungsdrittel erwischen die ÔÇ×Blau-Wei├čenÔÇť den besseren Start und erh├Âhen in der 42. Minute auf 4:2. Einen Schuss von Schmidt l├Ąsst Kickert abprallen, Wachter schnappt sich den Rebound und verwertet ohne gro├če M├╝he. Danach flacht die Partie etwas ab. Ungenauigkeiten im Aufbauspiel verhindern fl├╝ssige Aktionen auf beiden Seiten. In der Offensive kommt in dieser Phase des Spiels von den Stahlst├Ądtern zu wenig. Der VSV kontrolliert das Geschehen und setzt sich meist geschickt in der Angriffszone fest. In der 51. Minute fasst Lahoda wegen Beinstellens zwei Minuten aus. Das folgende Powerplay bleibt allerdings ohne gro├če Torchancen f├╝r die K├Ąrntner.

In den Folgeminuten pl├Ątschert das Spiel weiterhin ohne nennenswerte Aktionen vor sich hin. Drei Minuten vor Spielende versucht Head Coach Ceman seine Truppe mit einem Time Out nochmals wachzur├╝tteln und taktisch einzuweisen. Kickert geht vom Eis und tats├Ąchlich gelingt den Black Wings der Anschlusstreffer. Kozek l├Ąutet mit dem 3:4 nach einem Gestocher die spannende Schlussphase ein. Noch einmal werfen die Stahlst├Ądter alles nach vorne, doch Lebler scheitert aus kurzer Distanz an Schmidt. Der VSV l├Ąsst danach nichts mehr anbrennen und bringt den in Summe verdienten Sieg ├╝ber die Zeit.

Villacher SV – Steinbach Black Wings 1992 4:3 (0:2, 3:0, 1:1)
Torsch├╝tzen: 0:1 Kozek (9.), 0:2 Lebler (15.), 1:2 Kosmachuk (21.), 2:2 Collins (32./PP1), 3:2 Caron (39.), 4:2 Wachter (42.), 4:3 Kozek (58.);
Strafminuten: 16 bzw 8
Torsch├╝sse: 47 bzw 35
Referees: Trilar, Virta, Miklic, Pardatscher
Stadthalle Villach