Potocnik: Eishockey-Querelen – Jetzt vermitteln!

Was läuft denn da ab im Linzer Eishockey? Mit dem „EHV Linz“ will ein künstlich erschaffener Verein den Traditionsklub Black Wings Linz von der Bildfläche verschwinden lassen. Sogar von einer „politischen Umfärbung“ des Linzer Eishockeys ist medial die Rede. „Jedem ist klar, dass sowohl die räumlichen Gegebenheiten in der Eishalle als auch die Sponsorensituation nicht zwei Linzer Vereine in der Bundesliga zulassen“, sagt Lorenz Potocnik von NEOS Linz. Er fordert die Stadtregierung auf, Klarheit zu schaffen und für eine Lösung zu sorgen: „Bevor bis hinunter zum Nachwuchs alles kaputt geht, braucht es jetzt einen kühlen Kopf. Die Stadt sollte hier vermitteln, einen runden Tisch und eine Mediation mit allen Beteiligten einleiten, bevor hier noch mehr Porzellan zerstört wird.“

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Die Black Wings Linz: Fast 5.000 Fans bei jedem Heimspiel in der Vorsaison, Top-Leistungen, zweifacher österreichischer Meister und neben dem LASK DER sportliche Botschafter in der Landeshauptstadt. Aufgrund von Streitigkeiten innerhalb des Vorstandes zogen sich letztes Jahr die stadteigenen Hauptsponsoren LINZ AG und LIWEST zurück und unterstützen seitdem die Gründung des Retortenklubs EHC Linz, der ab Herbst ebenfalls in der Bundesliga spielen will. Doch da holpert es ordentlich. Außer dem Vereinsnamen ist beim neuen Klub noch nicht viel da. Hinter der vorgehaltenen Hand ist zu hören, dass auch die „rote“ Stadtpolitik hinter dem neuen Verein steht und die Black Wings „weghaben“ will – das zeigt auch die bemerkenswerte Entwicklung, dass seit kurzem mit einem LIWEST-Geschäftsführer und einem Bereichsleiter der LINZ AG gleich zwei ranghohe Vertreter von stadteigenen Unternehmen im Vorstand des neuen Klubs sitzen.

„Der Konflikt ist aus dem Ruder gelaufen. Wir sollten da als Stadt jetzt eher vermitteln, bevor nur mehr ein Scherbenhaufen übrig ist“, fordert Lorenz Potocnik von NEOS Linz. Denn sind die Black Wings erst mal weg, sei gar nicht sicher, ob der neue Verein von der Öffentlichkeit überhaupt angenommen wird. Am Zug wären jetzt Sportstadträtin Karin Hörzing und die Stadtregierung: „Sie haben es in der Hand, dem unwürdigen Treiben ein Ende zu setzen. Es kann doch nicht sein, dass man sich nicht wie erwachsene Leute zusammensetzen kann und eine gemeinsame Lösung findet, statt alles kaputt gehen zu lassen“, so Potocnik. „Wenn nötig, sollte ein externer Mediator zur Verfügung gestellt werden, um die Vertreter beider Klubs an einen Tisch zu bekommen. Noch ist es für das Linzer Eishockey nicht zu spät!“

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