Neues City Management! Aber wozu?

Nach der Bekanntgabe der Gründung der City Management Linz GmbH gibt es viele Fragen!

Grundsätzlich hat man als Linzer ja das Gefühl, dass es inzwischen bald mehr örtliche Organisationen, Zusammenschlüsse, ‚Kümmerer‘, strategische Partnerschaften, Vereine, Verbände und vor allem auch Vorstände, Aufsichtsräte und Geschäftsführer als Kunden in der Innenstadt gibt!

Und jetzt? Jetzt kommt noch eine Organisation dazu! Nach Durchsicht der Presseunterlagen zur Gründung der City Management Linz GmbH bleibt neben blumigst umschriebenen Ideen nicht viel.

Kurios ist auch die Vorgehensweise zur Gründung. Ohne jede Information zur Höhe der Kosten oder zum Umfang der laufenden Budgets soll im März der Gemeinderat die neue City Management Linz GmbH einfach einmal beschließen. Die Stadt Linz gründet die Firma gemeinsam mit dem 25,1% Mitgesellschafter Tourismusverband.

Eines der drei Geschäftsfelder soll das “Geschäftsflächenmanagement” werden. Offenkundig um dem massiven Leerstand in der Innenstadt entgegenzutreten. Fraglich ist aber, ob es Aufgabe einer Stadt ist sich um marktwirtschaftliche Belange der Immobilienwirtschaft zu kümmern. Beobachtet man wie die Stadt Linz mit Leerständen im eigenen Besitz (etwa Wirtshäuser) umgeht, oder wie städtische Geschäftsflächen genutzt werden, erscheint der Ansatz umso mehr fragwürdig.

Ein weiteres Geschäftsfeld soll die “Digitalisierung” werden, vermutlich um gegen Online-Handelsriesen ein Wundermittel zu finden. Man liest vom “Druck durch den wachsenden Online-Versandhandel”. Auch hier bleibt aber die Frage der Zuständigkeit durch die Stadt Linz.

Interessant ist das Vorhaben aber immerhin für die Situation Arbeitsmarkt: “Die Gesellschaft wird über eine Geschäftsführung verfügen, die nach Vorlage der jeweils erforderlichen Organbeschlüsse ausgeschrieben wird. Darüber hinaus wird die Gesellschaft über einen Aufsichtsrat verfügen, der aus maximal sechs Mitgliedern besteht. Weiters können ein oder mehrere Fach-Beiräte implementiert werden.”

Zusammenfassend scheint das Wahljahr 2021 langsam bezüglich “Wahlzuckerl” so richtig anzulaufen!

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