Rettungssanitäter sind von Impfung mit AstraZeneca wenig begeistert.

LINZ. Rückmeldungen zu geplanten Impfungen der Rettungsdienste zeigen Enttäuschung bei Mitarbeitern.

Die bereits organisierten und zugesagten Impftermine gegen das Coronavirus bei Rettungsorganisationen wurden im Jänner kurzfristig wieder abgesagt. Linz News hat berichtet. Nun wurden zwar neue Termine für Februar in Aussicht gestellt, jedoch auch mit einem neuen Impfstoff. Wäre im Jänner noch BioNTech/Pfizer verimpft worden, so wird nun für Mitarbeiter der Rettungsorganisationen der Impfstoff von AstraZeneca zum Einsatz kommen.

Die Vorgehensweise aus Terminabsagen und dem Wechsel auf ein deutlich günstigeres Vakzin samt Diskussion um dessen Wirksamkeit führt nun erneut zu einem Gefühl geringerer Wertschätzung gegenüber jenen, die in der Krise an vorderster Front arbeiten müssen. Auch die Verlängerung des Zeitraums zwischen den beiden Impfungen von 3 Wochen auf 3 Monate verunsichert viele Betroffene.

Frustrierte Stimmen sprechen von einer “friss oder stirb”-Stimmung und von einer brodelnden Gerüchteküche. So sollen etwa bereits einige wenige über 65-jährige ehrenamtliche “Retter” eine Impfung erhalten haben. Hochexponierte Mitarbeiter sind aber weiterhin täglich ungeschützt im hauptberuflichen Dienst.

Aktuell wird unter SanitäterInnen neben dem Tweet der Impfstoff-Preistabellen von Eva De Bleeker auch bereits ein ORF.at Artikel zur Auswahlmöglichkeit aus drei Impfstoffen für Bürger in Serbien geteilt.

Das Rote Kreuz setzt nach eigenen Angaben zwar auf “engagierte, fachlich qualifizierte, freiwillige und berufliche Mitarbeiter_innen sowie auf Zivildienstleistende als die wichtigste Ressource”, für die Sorgen und Ängste der Mitarbeiter scheint man aber derzeit eher wenig übrig zu haben.

UPDATE 7:32 Uhr:
sn.at Bericht: Vorbehalte gegen AstraZeneca: Ärzte in Salzburg wollen anderen Impfstoff

UPDATE 12:30 Uhr:
Das OÖ. Rote Kreuz hat noch zusätzliche Informationen zum Thema. Geplanter Impftstart Ende kommender Woche, bis dato laut dortigem Wissenstand noch keine Mitarbeiter “Ü65” geimpft.

Das OÖ. Rote Kreuz hofft auf einen frühestmöglichen Impfbeginn und rechnet mit einer ersten Impfstoff-Lieferung laut Zusagen mit Ende der kommenden Woche. Das OÖ. Rote Kreuz geht in der Folge davon aus, dass regelmäßig Impfstoffe zugeteilt werden, um zeitnahe allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Zivildienern eine Impfung zur Verfügung stellen zu können.
Eine Priorisierung erfolgt nach medizinisch-fachlicher Sicht gemäß den Empfehlungen der Impfstrategie der Bundesregierung.
Dem OÖ. Roten Kreuz wurde zugesagt, dass ältere Personen im Rettungsdienst den Impfstoff von BioNtech/Pfizer erhalten. Geimpft werden diese in der Folge an den bereits eingerichteten Impfstraßen.
Nach bisherigem Wissensstand wurden noch keine Mitarbeiter aus dem OÖ. Roten Kreuz geimpft.

Pressestelle RK OÖ, 5.2.2021, 12:30 Uhr


Hinweis: Weitere Anfragen zum Thema wurden bis jetzt noch nicht beantwortet. Ändert sich dies, gibt es hier natürlich ein weiteres Update im Artikel!

Links:
Impftermine für Sanitäter abgesagt!
Freie Wahl bei Impfstoffen in Serbien



Die Linzer Corona-Ampel:
www.corona-ampel.at

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