Schobesberger: Rolltreppe macht Schloss-Zugang nicht wirklich barrierefrei

Land soll Geld und Energie besser in Bau von Lift investieren

Scharfe Kritik unter vielen ArchitektInnen lösen die Pläne aus, die Fritz-Fanta-Treppenanlage zwischen Tummelplatz und Schloss teilweise mit einer Rolltreppe zu überbauen. „Den Zugang zum Schloss barrierefrei zu machen, ist natürlich begrüßenswert. Welchen Beitrag da die Rolltreppe leisten kann, die noch dazu nur nach oben führt, erschließt sich mir allerdings nicht. Das Land soll Geld und Energie lieber in den Bau des ebenfalls geplanten Liftes investieren, der auch mit Rollstuhl und Kinderwagen nutzbar ist“, so Stadträtin Eva Schobesberger.

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Kritisch hat sich der Gestaltungsbeirat in seiner heutigen Sitzung zur Rolltreppe geäußert und mehrere Punkte genannt, die überarbeitet und anschließend dem Gestaltungsbeirat wieder vorgelegt werden müssen. Unter anderem muss ein Lärmgutachten erstellt und detaillierter geprüft werden, wie sich die Rolltreppe in die Umgebung einfügt. Ebenfalls gefordert worden ist eine Lösung für den Raum, der unter der Rolltreppe entstehen würde. „Diese Einwände sind auf alle Fälle ernst zu nehmen. Durch den Bau der Rolltreppe würde ein Kulturdenkmal verloren gehen und das noch dazu auf Rechnung des Kulturressort des Landes“, macht Schobesberger auf die Folgen aufmerksam.

Noch dazu da es auch keine Notwendigkeit für den Bau einer Rolltreppe gibt. Schließlich ist zeitgleich ein vom Gestaltungsbeirat positiv beurteilter Lift geplant, der die BesucherInnen schnell und bequem in Richtung Schloss befördert und im Gegensatz zur Rolltreppe tatsächlich barrierefrei ist. „Der Aufzug ist eine wichtige Aufwertung und sollte daher rasch umgesetzt werden. Was die Rolltreppe betrifft, wäre es besser, wenn die Pläne dafür wieder in der Schublade verschwinden, anstatt weiter Geld in die Planung zu investieren“, so Schobesberger.

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