LASK ringt den WAC in Wolfsberg mit 1:0 nach Verlängerung nieder

Der LASK ringt den WAC in Wolfsberg mit 1:0 nach Verlängerung nieder und zieht damit zum ersten Mal seit 1999 ins Finale des UNIQA ÖFB-Cup ein. Den entscheidenden Treffer besorgte in Minute 97 Philipp Wiesinger, der einen Strafstoß nach Foul an Reinhold Ranftl verwertete.

Die Schwarz-Weißen gingen im Vergleich zur Samstags-Begegnung mit zwei Änderungen ins Spiel. Peter Michorl und Gernot Trauner kehrten ins Linzer Aufgebot zurück, beide waren zuletzt gelbgesperrt. In einer ausgeglichenen Anfangsphase neutralisierten sich die Teams, ehe der LASK in der fünften Spielminute die erste Gelegenheit vorfand. Thomas Goiginger bediente auf der linken Seite René Renner, der in den Strafraum eindrang und vom Fünfereck abzog, WAC-Rückhalt Alexander Kofler konnte den satten Schuss aufs kurze Eck aber parieren.

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In Minute elf entschied der Schiedsrichter erstmals auf Eckball für den LASK. Peter Michorls Flanke wurde zunächst per Kopf abgewehrt, René Renner lauerte geistesgegenwärtig an der Strafraumgrenze und beförderte den Ball ebenfalls per Kopf auf den noch immer im Strafraum postierten Gernot Trauner, dessen Volley-Abnahme jedoch pariert werden konnte.

Nach einer knappen Viertelstunde ereignete sich aus Linzer Sicht eine Schrecksekunde. René Renner klärte eine Wolfsberger Strafraumflanke per Kopf, seine Abwehr verfehlte nur knapp das Tor von Alexander Schlager. Mit Fortdauer der ersten Halbzeit flachte das Spiel allmählich ab, Chancen waren rar gesät. Erst in der 39. Minute wurde es wieder gefährlich. Peter Michorl brachte einen Eckball von rechts halbhoch in den Fünfmeterraum, wo Gernot Trauner unbedrängt zum Ball kam, sein Schuss verfehlte das Tor nur knapp.

Die erste gute Torgelegenheit der zweiten Halbzeit ging nach 56 Minuten auf das Konto der Athletiker. Thomas Goiginger brachte eine Freistoß-Flanke von der linken Seite ins Zentrum, wo Andrés Andrade den Ball per Hinterkopf nur knapp am rechten Pfosten vorbeisetzte. Danach passierte lange nichts mehr. Beide Mannschaften neutralisierten sich, konkrete Torchancen blieben hüben wie drüben aus. Es dauerte generell bis zur 90. Minute, ehe eines der Teams wieder das Tor ins Visier nahm, ein Schuss von Marvin Potzmann aus halblinker Strafraumposition landete aber direkt in den Armen von Kofler.

Die Verlängerung wurde mit einem Paukenschlag eingeläutet. Nach einer Flanke von links wurde Reinhold Ranftl im Strafraum von Scherzer von den Beinen geholt, woraufhin der Spielleiter auf den Punkt zeigte. Philipp Wiesinger trat an und verwertete mit einem Schuss in die linke Ecke (97.). Weil sowohl davor als auch danach auf beiden Seiten keine konkreten Torgelegenheiten produziert wurden, blieb es beim 0:1 und dem damit verbundenen Aufstieg der Schwarz-Weißen ins erste Endspiel seit 22 Jahren.

So spielte der LASK: Schlager – Wiesinger, Trauner, Andrade – Ranftl, Holland, Michorl (99. Madsen), Renner (78. Potzmann) – Goiginger, Eggestein (110. Altunbas), Balic (101. Reiter)

Tore: Wiesinger (97./P)

Wir haben das große Ziel Finale erreicht – darüber freuen wir uns irrsinnig. Wir waren heute bis zur 15. Minute ganz gut, danach haben wir unser Spiel nicht mehr wie gewünscht umgesetzt. Wir waren zu unpräzise und haben nur wenige Chancen vorgefunden. Es war ein großer Kraftakt und sicher kein schönes Spiel – aber was am Ende stehen bleibt: Der LASK steht nach langer Zeit endlich wieder im UNIQA-ÖFB-Cup-Finale – das ist großartig für den Verein, unser Team und natürlich unsere Fans!

Dominik Thalhammer

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