Ärztekammer-Präsident: Auch in OÖ gibt es „schwarze Schafe“ bei 3-G-Kontrollen

„Für Sorglosigkeit oder gar Leichtsinn spricht rein gar nichts“, ist Dr. Peter Niedermoser, Präsident der Ärztekammer für Oberösterreich, angesichts der weiteren Lockerungen der Corona-Regeln besorgt. Und fordert, wie auch Ärztekammer-Österreich-Präsident Thomas Szekeres, dass die „3-G-Regeln“ (getestet, genesen, geimpft) vor allem in der Gastronomie streng kontrolliert werden. „Gerade jetzt, da eine neue Virus-Mutation um sich greift, dürfen wir nicht nachlassen“, betont Dr. Niedermoser.

„Speziell in der Gastronomie muss auch weiterhin streng kontrolliert werden, dass die ,3-G-Regeln´ eingehalten werden. Ich weiß, dass das die meisten Gastronomen vorbildlich umsetzen – aber leider gibt´s auch in Oberösterreich ein paar schwarze Schafe, bei denen überhaupt nicht nachgeschaut wird, ob der Gast die Voraussetzungen für den Lokalbesuch überhaupt erfüllt“, berichtet Dr. Niedermoser auch von eigenen Erlebnissen. Gerade vor den nun anstehenden weiteren Lockerungen warnt er vor allzu großer Sorglosigkeit: „Diejenigen, die jetzt alle Vorsicht über Bord werfen und auf alle Vorsichtsmaßnahmen verzichten, sind dann dafür verantwortlich, wenn wir im Herbst wieder Probleme bekommen.“

Vor allem angesichts der sich stark ausbreitenden Delta-Variante appelliert Dr. Niedermoser eingehend an alle, sich impfen zu lassen. „Ein Test ist nur eine Momentaufnahme und bietet keinen Schutz – deshalb wären ,2-G-Regeln´, also nur geimpft oder genesen, sogar noch besser.“ Und er ergänzt: „Nur mit der zweiten Corona-Impfung ist man vollständig geschützt, auch gegen die bislang aufgetretenen Varianten des Virus. Deshalb ist es wichtig, sich impfen zu lassen – und auch den zweiten Impftermin wahrzunehmen, selbst wenn er in der Ferienzeit ist. Nur so bleiben uns auch im Herbst allzu große Einschnitte in unsere Freiheit erspart. Wir alle tragen die Verantwortung dafür.“

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