Fantroubles beim Stahlstadtklub

LINZ. Blau-Weiß hadert mit den eigenen Fans!

Erst letzte Woche gab es auf der blau-weißen Vereinsseite ein mehrteiliges Interview mit Klubmanager Stefan Reiter. Zwischen den Zeilen las man dort schon wo es in Zukunft – mit Blick auf ein zu füllendes neues Stadion – hingehen soll.

Fangesänge ja, aber nur wenn der Support in die Präambel des Vereins passt. Beleidigungen sind verboten! Respekt wird gefordert.

Ebenso keine Freude hat man beim Verein anscheinend mit der fanseitig gelebten “Voest-Tradition”. Reiter sehr klar im Interview: “FC Blau-Weiß Linz ist eine eigene Marke und existiert erst 25 Jahre”. Na bum!

Selbstredend tritt der Stahlstadtklub natürlich gegen Gewalt auf, fordert Toleranz und Offenheit. Denkt man an legendäre Stadtderbys zurück, an Fanmärsche, Rivalität und Ausschreitungen kann selbst der fußballfernste Linzer den Ablauf eines zukünftig möglichen echten Derbys erahnen.

Blickt man auf den immer noch in der Fanszene tobenden “Graffiti-Krieg” erübrigt sich auch jeder Ruf nach Vernunft.

Zu allem Überfluss gab es dann am Wochenende einen handfesten Skandal beim Heimspiel der Königsblauen. Trotz Siegs überschüttete ein Fan den Gästetrainer live im ORF mit Bier. So stellt man sich die zuküntigen Besucher des neuen Donauparkstadions wohl nicht vor.

Der Verein reagierte heute mit einer Stellungnahme. Der Bierschütter wurde ausgeforscht. Strafhöhe unbekannt!

Stellungnahme FC Blau-Weiß Linz

Im Namen des ganzen Vereins und der blau-weißen Familie ist es nicht nur unsere Pflicht, sondern vor allem unser herzlichstes Anliegen, zu dem Becher-Vorfall am vergangenen Heimspieltag gegen die Young Violets Stellung zu beziehen.

Vorneweg bedanken wir uns bei den zahlreichen Besuchern, die unsere Mannschaft tatkräftig unterstützten, um die ersten drei Punkte in dieser neuen Saison einzufahren. Trotz des etwas mühsamen Saisonstarts, war es schön zu sehen, dass die Fans und die gesamte blau-weiße Familie hinter der Mannschaft steht und für tollen, stimmungsvollen Support sorgte.

Leider gibt es jedoch immer wieder unbelehrbare Personen in der Fanszene, die durch ihr Verhalten die Stimmung in und rund um den Verein ruinieren. Was am Ende des Tages übrig bleibt ist nicht der sportliche Erfolg, sondern die negative Kritik sowie der Spott über den gesamten Verein. Diesem muss sich jede/r bewusst sein, der/die die Blau-Weiß Familie auf diese Art und Weise vertritt.

Wie in unserer Vereinspräambel festgehalten bekennt sich der FC Blau-Weiß Linz zu Offenheit, Fankultur, respektvollen Miteinander und Professionalität und lehnt Gewalt, Sexismus, Rassismus und Antisemitismus sowie jede weitere Form von Diskriminierung strikt ab. Aktionen, wie jene am vergangenen Freitag haben in unserem Verein keinen Platz und werden wir auch nicht ohne Konsequenzen tolerieren.

Wir möchten uns bei den Young Violets Austria Wien und im Besonderen beim Chef-Trainer Harald Suchard für den Vorfall entschuldigen. Dank unseres Sicherheitspersonals und dem Bildmaterial konnte der Täter bereits ausgeforscht werden und wird dementsprechend zur Verantwortung gezogen.

Weiters wird es in Absprache mit der Bundesliga sowie den Behörden in der Zukunft zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen bei Heimspielen unseres Vereins kommen.

FC Blau-Weiß Linz

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