Pilzberatung: 110 Begutachtungen – einige davon waren lebensrettend

Am Montag, 31. Oktober, fand die letzte Pilzberatung der Stadt Linz in diesem Jahr statt. Dieses kostenlose Service der Stadt Linz im Neuen Rathaus wurde heuer von 110 Pilzsuchern in Anspruch genommen. In den vergangenen Wochen wurden vor allem typische Herbstpilze, zum Beispiel Maronenröhrlinge, Nebelkappen und auch Hallimasch zur Begutachtung vorbeigebracht.

In mehreren Fällen war die Beratungstätigkeit lebensrettend. Unter anderem landeten ein tödlich giftiger grüner Knollenblätterpilz, ebenso todbringende Grüne Schwefelköpfe, ein hochgiftiger Pantherpilz sowie einige Gelbe Knollenblätterpilze in der vorgelegten „Pilzausbeute“.

„Die Tätigkeit der Linzer Pilzberatung kann also, wie man sieht, nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ich kam zufällig dazu, als ein Schwammerlsucher einen Gelben Knollenblätterpilz vorbeigebracht hat, der natürlich umgehend aussortiert worden ist. Der Genuss dieser Pilzsorte kann zu starken Gesundheitsbeschwerden, unter anderem Herzrasen, führen. Das Verspeisen von Grünen Knollenblätterpilzen, wie sie ebenfalls in den Sammelkörben aufgetaucht sind, könnte sogar letal enden. Linz ist außerhalb Wiens meines Wissens die einzige Stelle, die ein derartiges Service, und das noch dazu kostenlos, anbietet“, beton der Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml.

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Vorsicht bei Bodenfrost!

Auch wenn jetzt immer noch Pilze in den Wäldern rund um Linz gefunden werden, sollte man vor allem nach den ersten Bodenfrösten größte Vorsicht walten lassen. Durch das Gefrieren und Auftauen kann sich nämlich die chemische Zusammensetzung der Pilze bzw. der darin erhaltenen Proteine ändern. Das Essen dieser Schwammerl würde zu groben Magenbeschwerden führen.

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