ABSURD: Baummassaker geplant


LINZ. Die Klimastadt ist den Namen anscheinend eher nicht wert.

Aussendung Linz+

Beim Neubau der RAIKA in der Goethestraße/ Blumau ist ein regelrechtes Baummassaker geplant. Während nur wenige hundert Meter weiter 30 Bäume von der Stadt feierlich um 900.000 € gepflanzt und dafür ein guter Untergrund geschaffen wird, vernichtet die willfährige Stadtplanung und Stadtregierung in enger Zusammenarbeit mit der Raiffeisen Bank die gleiche Menge, 30 große, alte und bereits stadtklimatisch wirksame Bäume und den gewachsenen Boden dazu.

Das geht auf keine Kuhhaut mehr!

„Teilweise sind die Bäume schon markiert, zum Teil auch nicht, obwohl sie keinerlei Überlebenschance haben. Am Online-Baumkataster ist gleich gar nichts dazu zu finden.“ berichtet Potocnik von einem Lokalaugenschein gestern Donnerstag. „Einer der Bäume hat einen Umfang von über drei Metern und ist wohl über 100 Jahre alt. Entlang der Goethestrasse muss die gesamte, ausgewachsene Allee weichen, weil dort eine riesige Tiefgarage, die in den öffentlichen Bereich hineinragt, genehmigt wurde.“

Freundschaft von Klaus und Heinrich kommt uns teuer zu stehen.
„Wie ist das möglich?“ fragt sich Stadtentwickler Potocnik „Wie ist es möglich, dass wir ständig von Klimahauptstadt reden, Millionen für Klimastudien und -projektchen ausgeben und in der Realität Investoren (Bodner Bau z.B. in der Gruberstraße) oder hier die RAIKA bestehende alte Bäume, die bereits hochwirksam sind, vernichten?“

Liegt es daran, dass die eine Hand nicht weiß was die andere tut? Oder liegt es daran, dass die Stadtregierung mit medienwirksamen Greenwashing bereits zufrieden ist? Oder liegt es daran, dass Bürgermeister Klaus Luger und RAIKA Generaldirektor Heinrich Schaller Best Friends sind und seit Jahren gemeinsam Urlaub machen, wo sie sich die Wünsche der RAIKA einfach ausschnapsen?

„Egal wie, die Linzer:innen zahlen drauf. Und zwar mehrfach. Sie verlieren öffentlichen Raum, 30 Bäume im stadtklimatischen und volkswirtschaftlichen Wert von mehreren Millionen €, müssen die Schäden dafür selbst bezahlen, bekommen von der RAIKA keine Entschädigung und werden mit Klimaprojektchen getäuscht“ ist Potocnik fassungslos über diese Vorgänge. „Der neue Bebauungsplan für die RAIKA Zentrale wurde nur auf die Bedürfnisse der Bank zugeschnitten. Wieder einmal öffentlicher Raum geopfert (1/3 des Straßenraums wird verbaut) um Bauplatz und einen „Campus“ für die Bank zu schaffen. Anstatt einer Verbesserung im Zuge eines so wichtigen Projekts, gibt es Verschlechterung, mehr Verkehr (Strasse wurde verlegt), weniger Bäume, weniger gewachsener Boden, keine Erdkoffer.“

RAIKA muss für Schaden aufkommen, nicht der Steuerzahler.
„Ich fordere, dass die RAIKA den Schaden bezahlt und für echten Ersatz sorgt. Nicht Pseudobäumchen oder hübsches Buschwerk in Betontrögen auf Tiefgaragen sondern echte Bäume im Neustadtviertel und unmittelbaren Umfeld in Wert von 5 Millionen €. Das ist das Mindeste, dass die RAIKA hier leisten muss um den Schaden für die Linzer:innen und Anrainer:innen zu begrenzen.“

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