Zu viel Strom: Einspeisestopp für PV-Anlagen in OÖ!


Anschlussverzögerungen für PV-Anlagen notwendig

Der engagierte Einstieg der in Oberösterreich lebenden Menschen in die dezentrale Stromerzeugung nutzt die Kapazitäten des vorhandenen Stromnetzes bis zum letzten Kilowatt aus – teilweise auch schon darüber hinaus. Mit den in Betrieb befindlichen sowie den bereits freigegebenen, aber noch nicht fertig errichteten Anlagen werden Photovoltaik-Anlagen Ende 2024 bei Vollbetrieb im Sommer mehr Sonnenstrom in das Stromnetz einspeisen, als in Oberösterreich – von der Single-Haushalt bis zum Industrieunternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern – verbraucht werden kann.

Durch den rasanten Zubau an Photovoltaik kommt es aber jetzt – wenn auch nur vorübergehend – zu ersten größeren Einschränkungen in sieben Umspannwerken. Es sind dies die Umspannwerke

  • Rossbach
  • Ranshofen
  • Grieskirchen
  • Kirchdorf
  • Klaus
  • Steyr-Nord und
  • Rohrbach.

In den genannten Umspannwerken können auf bestimmten Abzweigen keine individuellen Grenzen mehr gesetzt werden, sondern Einspeisewünsche müssen vorübergehend generell verschoben werden. Insgesamt sind davon rund 4 Prozent aller 650.000 Kunden betroffen, sofern sie beabsichtigen, eine PV-Anlage zu errichten. Alle bereits bestehenden Anlagen können wie bisher weiterbetrieben werden.

Maßnahmen um diese Engpässe zu beseitigen, sind bereits in Vorbereitung und teilweise auch schon in Umsetzung. Da diese aber in der Regel „Operationen am offenen Herzen der Stromversorgung“ sind, sind diese auch entsprechend langwierig und aufwändig. Zudem müssen Genehmigungsverfahren durchlaufen und Lieferkettenprobleme berücksichtigt werden. Erste Arbeiten und Umbauten werden bis Ende des kommenden Jahres fertiggestellt sein, die meisten Umbauarbeiten werden aber erst 2025 abgeschlossen sein. 

Folge uns in den sozialen Netzwerken
instagram facebook twitteryoutubeyoutube