🤷 “Didi’s Busbahnhof” läuft auch 2026 ungeniert im Vollbetrieb.
OVERTOURISM. Das Jahr startet mit Ärger an der Donaulände.
“Didi’s Busbahnhof” nennen Anwohner inzwischen den für Zufahrten von Reisebussen eigentlich absolut gesperrten Bereich. Doch die Sperre gibt es anscheinend nur als Versprechen Prammers in regionalen Medien, auf dem Papier sowie online als Vorgabe bzw. Regel.
Trotz Androhung von Klagen werden weiterhin Kreuzfahrer direkt von Schiffen abgeholt. Und nach dem Ausflug – abseits der Stadt – wie selbstverständlich dort wieder abgeliefert.
2.000 Schiffe sollen inzwischen jedes Jahr in Linz einen Halt einlegen. Viele lassen Passagiere aber nur in Busse umsteigen und legen gleich wieder ab. Der Zustieg erfolgt dann in anderen Orten.
Heute benötigte nur ein Schiff gleich 4 Busse (aus der Schweiz) für den Abtransport der Gäste gegen 11 Uhr. Diese 4 Busse kamen dann kurz nach 16 Uhr wieder retour. Shopping am Feiertag wird sich in Linz, bei weitgehend komplett geschlossenen Geschäften, wohl nicht ausgegangen sein.
Eine gerundete Hochrechnung ergibt also rund 16.000 Busfahren durch die City. Ohne konkreten Nutzen für Linz. Und dies obwohl Linz einen angeblich so erfolgreichen und gut angebundenen Hafen hätte. Im Besitze der Stadt. Nah an der Autobahn.
Die Versprechen von Dietmar Prammer (SPÖ) – siehe Screens – sind also augenscheinlich ohne jeden Wert. Die Touristiker machen was sie wollen. Anwohner, Freizeitsportler und Spaziergänger fühlen sich verschaukelt. Statt nächtlicher Countdown-Zählung wäre das Einlösen der Versprechen vielleicht die bessere Idee. Auch wenn anscheinend schon der Linzer Wahlkampf 2027 läuft und die vermeintliche Wohlfühlstimmung nicht gestört werden soll.
In Krumau wird übrigens bereits heuer gewählt. Im September oder Oktober dürften die Wahlen für den Stadtrat anstehen. Wer für viele Bustouristen sorgt, hätte dort vielleicht gute Argumente für ein Amt …
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