🤷 Nicht nur die Kreuzfahrer zieht es weg aus Linz – auch die Daten der Tourismusumfrage gehen ins benachbarte Ausland!
Online-Umfrage für Linzer Touristiker wird in Deutschland abgewickelt. Die Qualität “regionaler Wertschöpfung” kennt man leider auch von anderen Kreuzfahrerproblemen.
Während nun vor der Skyline der Stadt noch mehr Anlegestellen gebaut werden, die seit Monaten laufenden Arbeiten wurden von “unabhängigen” Medien übrigens als “Radwegbaustelle” gelobt, wundern sich Linzer nun auch über eine andere Aktivität der Touristiker.
Derzeit läuft eine Umfrage zur Wahrnehmung und Akzeptanz von Tourismus.
Obwohl in der Innovationshauptstadt mehrere Universitäten (sogar eine neue für Digitales) und auch große sowie erfolgreiche und bekannte Umfrageinstitute angesiedelt wären, die Abwicklung der Umfrage wurde augenscheinlich nach Deutschland vergeben.
Wer seine Meinung kundtun möchte, muss einem Datentransfer nach Deutschland zustimmen. Das Umfrageinstitut kommt aus Passau. Der technische Dienstleister hat anscheinend in Hamburg seinen Hauptsitz. Die Fragen wirken allerdings nicht besonders nach großer Wissenschaft. Da gibt es wohl für so manch eine regionale Masterarbeit deutlich komplexere Umfragen.
Den Daten der Linzer geht es nun jedenfalls wie sonst vielen Schiffstouristen, sie werden in das Ausland verfrachtet. Das seit Jahren zunehmende Aufkommen der Kreuzfahrtschiffe führt – Linz News berichtete mehrfach – zu immer mehr Problemen. Die Schiffe legen zwar in Linz an, die Gäste werden aber zu einem sehr großen Teil – oft sind es 3 oder 4 Busse pro Schiff – weggebracht.
Im Jahr 2024 wurden bei der Internationalen Donauschifffahrts- & Tourismuskonferenz dazu Zahlen präsentiert. Auf jedes in Linz ankommende Schiff warten im Schnitt 3,3 Busse. Etwa ein Drittel der Passagiere unternimmt laut Studie sogar einen Ganztagesausflug nach Salzburg oder Krumau und nur knapp 10% verbleiben individuell in Linz. Wieviele Gäste aus diesen knapp 10% das Schiff nicht – oder nur kurz – verlassen, ist nicht bekannt.
Bekannt ist dafür der Umsatzfokus: “Besonders umsatzrelevant ist der Hafenbereich (inkl. Ländenbetreiber, ÖSWAG-Werft, Linz AG), auf den rund 60% aller Umsätze entfallen.” so ein Bericht. Der überwiegende Teil des “Geschäfts” hat also mit der Lage der Anlegestelle überhaupt nichts zu tun. Denn der Müll muss nicht vor dem Lentos entsorgt werden. Für kaputte Schiffe gibt es auf der Donau in Österreich keine Alternative als Werft.
Im Vorjahr legten übrigens rund 2.000 Schiffe einen Stop ein, hochgerechnet ergibt dies dann also an die 15.000 vermeidbare Busfahrten …
Folge uns in den sozialen Netzwerken



