Magistrat fordert „Blankounterschrift“ für Corona-Tests an Kleinkindern!

LINZ. Städtisches Magistrat fordert von Eltern vorab Einverständniserklärung für Corona-Tests an Kindern in Krabbelstuben und Kindergärten.

Aufregung unter Linzer Eltern! Das Magistrat der Stadt Linz hat gestern mit der Einholung von „Blankounterschriften“ für Corona-Tests an Kleinkindern in Krabbelstuben und Kindergärten begonnen.

WERBUNG

Einigen Eltern wurde das Formular gestern zur Kenntnis gebracht und sollte bereits heute mit Unterschrift in der jeweiligen Einrichtung abgegeben werden. Einigen Eltern wurde das Schriftstück sogar heute am Morgen direkt beim Eingang zur schnellen Unterschrift vorgelegt.

Stimmt man einer jederzeit möglichen Testung (ohne Beisein der Eltern) vorab nicht per Unterschrift zu, darf das Kind im Fall der Fälle für 10 Tage nicht in die jeweilige Einrichtung.

Besonders besorgt sind Eltern, deren Kleinkinder – im Alter von 8 Wochen bis zum 3. Lebensjahr – untertags in Krabbelstuben betreut werden. Mit der Blankounterschrift würde ein Covid-Test jederzeit und ohne Beisein eines Elternteils möglich werden.

Edit 11:30 Uhr: Nach ersten Rückmeldungen bekamen das Formular auch Eltern von Kindern in Linzer Hortgruppen.

Edit: 12:06 Uhr: Die „Blankounterschrift“ hat Anführungszeichen bekommen. Wir verstehen darunter eine grundsätzlich zulässige Unterschrift unter eine inhaltlich oder in den Folgen aber noch nicht endgültig und klar festgelegten Sache!

UPDATE 15:30 Uhr:

Die Stadt Linz vermeldete es wären „Formulierungen unglücklich gewählt“ worden und „es wird zu keinen angeordneten, großflächigen Screening-Testungen in den Kinderbildungseinrichtungen mehr kommen“.

UPDATE 9.10. / 18:30 Uhr:

Das „Entschuldigungsschreiben“ an die betroffenen Eltern wurde unten angefügt. Insgesamt sollen rund 10.400 Linzer Familie betroffen gewesen sein.

Die Linzer Corona-Ampel:
www.corona-ampel.at

instagram facebook youtube