Black Wings bezwingen Villach

Stahlstädter dürfen nach Lebler-Hattrick weiter auf die Play Offs hoffen.

Den Steinbach Black Wings 1992 glückt ein Start nach Maß und ziehen nach einem bärenstarken ersten Drittel mit 4:1 davon. Der VSV tastet sich im Mittelabschnitt heran und macht die Partie mit dem 2:4 nochmals spannend. Nach dem 3:4 durch Collins droht den Linzern das Spiel zu entgleiten, doch Kapitän Lebler sorgt mit einem Traumtor für den 5:3-Endstand. Somit bleibt die kleine Chance auf eine Play Off-Teilnahme weiterhin intakt.

Die Black Wings legen einen wahren Traumstart aufs Eis und gehen bereits nach 31 Sekunden in Führung. Umicevic bedient den freistehenden Lebler im Slot, der ohne große Mühe zum 1:0 trifft. Die Gastgeber bleiben das aktivere Team und bauen in der 12. Minute ihren Vorsprung aus. Wieder ist es Kapitän Lebler, der mit einem harten Schuss ins kurze Eck VSV-Keeper Sedlacek bezwingt – der Kapitän feiert damit ein unglaubliches Jubiläum – es ist sein 500. Scorerpunkt im Dress der Linzer! Nur 62 Sekunden später jubeln die stark aufspielenden Oberösterreicher erneut. Über Yan und Hytönen landet die Scheibe bei Meija, der aus kurzer Distanz zum 3:0 einnetzt.

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In der 16. Minute gelingt den Kärntnern aus dem Nichts das 1:3. Bei einem Distanzschuss von Schmidt verschätzt sich Goalie Gracnar etwas und lässt den Puck ins Tor passieren. Doch die Black Wings bleiben weiterhin am Drücker, treten entschlossen auf und sorgen für ordentlich Dampf vor dem gegnerischen Tor. In der 18. Minute kassiert Villachs Kornelli die erste Strafe wegen Cross Checks. Lediglich 20 Sekunden dauert es, bis die Hausherren das Überzahlspiel in den nächsten Treffer ummünzen. Bruckers Versuch die Scheibe querzulegen wird von Fraser per Schlittschuh ins eigene Tor abgelenkt. Mit dem wohl stärksten Drittel der Saison geht es für Black Wings mit einer 4:1-Führung in die erste Drittelpause.

Die Blau-Weißen kommen energisch aus der Kabine und finden durch Mangene die erste gute Gelegenheit nach wenigen Spielsekunden vor – Gracnar ist am Posten und verhindert den Gegentreffer. In der 24. Minute steht erneut Mangene im Mittelpunkt, diesmal muss der Angreifer wegen Stockschlagens für zwei Minuten in die Kühlbox. Im Powerplay findet Karppinen die beste Einschussmöglichkeit vor, zögert aber etwas zu lange und so kann die VSV-Verteidigung die Situation bereinigen.
Die Partie ist nun deutlich ausgeglichener, die Black Wings legen mehr Wert auf eine stabile Defensive und verteidigen gut. In der 29. Minute haben die Linzer Glück, als Pollastrone mit der Backhand nur die Innenstange trifft. Drei Minuten vor Drittelende kommen sich Piché und Pollastrone in die Quere und lassen kurzzeitig die Fäuste sprechen – beide kommen mit zwei Minuten wegen übertriebener Härte davon. Doch nur wenige Sekunden später zieht auch Beaudoin eine Strafe – der VSV damit erstmals in Überzahl. Die Adler bauen viel Druck auf und belohnen ihr starkes Powerplay mit dem 2:4- Anschlusstreffer. Nach Zuspiel von Caron verwertet Gill in der 39. Minute für die Gäste.

Im Schlussabschnitt übernimmt der VSV das Kommando und setzt die Linzer unter Dauerdruck. In der 43. Minute schießt Collins an die Außenstange, auch Caron scheitert mit einer Topchance nur knapp an Gracnar. In der 47. Minute wird den Gästen nach einem Foul des Linzer Goalies ein weiteres Powerplay zugesprochen. Die Black Wings stemmen sich gegen die rollenden Angriffe, kassieren aber mit Ablauf der Strafe den dritten Gegentreffer. Collins trifft vom linken Bullykreis ins kurze Kreuzeck. In der 52. Minute trifft Caron Roach mit dem Stock im Gesicht. Dem Villacher werden dafür zwei plus zwei Minuten aufgebrummt – für die Black Wings kommt diese Strafe genau zur rechten Zeit, denn der Druck der Kärntner ist zu diesem Zeitpunkt enorm.

Das Powerplay für die Stahlstädter bringt schließlich die Vorentscheidung. In der 55. Minute ist es einmal mehr Lebler, der mit einer sensationellen Hechtsprung-Einlage zum 5:3 trifft. Zwei Minuten vor Spielende nimmt VSV- Coach Daum Goalie Sedlacek vom Eis. Doch die Schlussoffensive bringt nichts mehr ein und so holen sich die Black Wings die nötigen drei Pflichtpunkte, um die kleine Chance auf die Play Offs am Leben zu erhalten. Zwei Spiele vor Ende der Qualification Round liegt die Mannschaft von Head Coach Ceman nur zwei Punkte hinter Villach auf Rang vier. Mit zwei Siegen und einem Patzer der Kärntner ist somit das Erreichen der KO-Runde noch möglich.

Steinbach Black Wings 1992 – Villacher SV 5:3 (4:1, 0:1, 1:1)
Torschützen: 1:0 Lebler (1.), 2:0 Lebler (14.), 3:0 Meija (24.), 3:1 Schmidt (36.), 4:1 Brucker (43.), 4:2 Gill (39./PP1), 4:3 Collins (49.), 5:3 Lebler (55./PP1);
Strafminuten: 8 bzw 10
Torschüsse: 34 bzw 32
Referees: Sternat, Zrnic, Bedynek, Seewald;
Linz AG Eisarena