Und wieder: Trotz Verbots sind Busse auf der Donaulände

OVERTOURISM! Stadt Linz hat Touristiker nicht im Griff!

Den städtischen Verantwortlichen entgleiten augenscheinlich die Zustände im Tourismus immer mehr. Aktuell regt etwa nicht nur die offensichtlich nicht mit der Stadt koordinierte Veröffentlichung des pseudo-kreativen Werbevideos auf. Neben normalen Bürgern bezweifeln inzwischen ja auch Werbefachleute, Wirtschaftstreibende und unzählige Hoteliers mögliche positive Auswirkungen auf die Buchungslage.

Seit Jahren gibt es aber nicht nur im Zusammenspiel der viel zu zahlreich vorhandenen Institutionen im Tourismussektor Probleme, sondern es herrscht bereits lange Chaos und Anarchie im Donaupark! Die Auswirkungen des unkontrolliert wachsenden Kreuzfahrttourismus beeinträchtigen sowohl Anrainer als auch Erholungssuchende gewaltig.

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Die Stadt ist aber leider nicht einmal Willens oder in Lage ein im Jahr 2019 durch den Gemeinderat beschlossenes Fahrverbot für Busse und LKW zur Anlegestelle vor dem Brucknerhaus auch wirklich zu kontrollieren. Wie aktuelle Bilder zeigen, werden die Tafeln noch immer konsequent ignoriert.

Die angekündigten rigorosen Kontrollen der Polizei kann man auch nicht beobachten. Heute drehte – wie Augenzeugen berichten – ein Streifewagen sogar bereitwillig um. Der Treppelweg war ja unerlaubt vom Touristenbus blockiert.

HINWEIS: Der heutige Bericht in einer großformatigen Tageszeitung zu fehlenden Gästen aus Amerika ist übrigens nicht korrekt. Bereits letzte Woche gab es (wie pnp.de berichtet) auf der Donau die erste Kreuzfahrt mit 90 Personen samt Gästen aus Übersee auf der “AmaMagna”. Die Reisenden sind vor allem US-Amerikaner. Vilshofen war die Endstation ihrer einwöchigen Reise mit Start in Budapest. Am Dienstag gab es in Vilshofen ab 18 Uhr auch das dort obligatorische Bierfest für die Kreuzfahrer.
Kurios: Für dieses Jahr stehen in Vilshofen 150 Anlegungen und 80 Bierfeste auf seinem Plan!
Und: Die “AmaMagna” lag auf der Route retour nach Budapest heute Vormittag auch wieder in Linz beim Lentos vor Anker.

Foto: Stadt Linz / Dezember 2019

Luger/Hein: Busfahrverbot im Donaupark gilt ab sofort!
Wesentliche Missstände im Naherholungsgebiet damit abgestellt. Der Donaupark dient in erster Linie der Erholung der Linzerinnen und Linzer. Hier dürfen nicht die wirtschaftlichen Interessen Weniger, auf Kosten der Erholungssuchenden, im Vordergrund stehen.

Presseaussendung vom 19.12.2019

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