Grüne wollen mehr Tempo-30-Zonen

Während immer mehr Städte gerade dabei sind, flächendeckend Tempo 30 einzuführen oder dies bereits umgesetzt haben, kommt Linz hier nur Schrittweise voran. „Dass nun weitere 30er-Zonen verordnet worden sind, ist natürlich zu begrüßen. Damit darf es aber nicht getan sein. Es gibt viele Bereiche in der Stadt, insbesondere in der Innenstadt und in Wohngebieten, wo ebenfalls derartige Maßnahmen notwendig sind, um den Menschen mehr Platz zum Leben zu geben und die Verkehrssicherheit zu erhöhen“, pocht Klubobmann Helge Langer auf den weiteren Ausbau von Tempo-30-Zonen in der Landeshauptstadt.

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Den ersten Geburtstag hat am Neujahrstag das flächendeckende Tempo-30-Limit in der belgischen Hauptstadt Brüssel gefeiert. Auch in den spanischen Städten gelten mittlerweile strikte Geschwindigkeitsbeschränkungen, in Frankreich sind solche Maßnahmen zumindest in den Innenstädten von immer mehr Metropolen Thema. „Weniger Geschwindigkeit der Autos bedeutet mehr Lebensqualität für die Bewohner*innen in der Stadt, eine Steigerung der Verkehrssicherheit, weniger Lärm und reduzierte Emissionen“, macht Langer die Vorteile deutlich, die auch von zahleichen Expert*innen bestätigt werden.

Dass auch Linz Handlungsbedarf hat, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Raser auszubremsen, hat sich im Vorjahr unter anderem im Neustadtviertel gezeigt. „Vizebürgermeister Baier ist als neuer Verkehrsreferent gefordert, rasch Maßnahmen zu ergreifen“, betont Langer. Bereits an dessen Vorgänger haben die Grünen ein umfangreiches Paket mit entsprechenden Vorschlägen geschickt. Ein wesentlicher Punkt darin ist eine Neuaufteilung des vorhandenen Straßenraumes zugunsten des Fuß -und Radverkehrs. „Je schmäler die Fahrbahnen für die Autos, desto mehr wird die Geschwindigkeit reduziert. Gleichzeitig bedeutet mehr Platz für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen mehr Lebensqualität in den Straßen unserer Stadt. Daher ist es höchste Zeit, sich vom alten Denken zu verabschieden und zeitgemäße Lösungen im Sinne der Verkehrsberuhigung und somit der Linzer*innen voranzutreiben“, so Langer abschließend.

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