Luger fordert: “Tourismus-Strategie zu Donau-Kreuzfahrten überdenken”

LINZ. Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) fordert die Tourismus-Strategie zu Donau-Kreuzfahrten zu überdenken!

OVERTOURISM. Die letzten Jahre zeigen einen Boom von Flusskreuzfahrten in Europa. So entwickelte sich die Donau zum weltweit meistbefahrenen Fluss mit Kabinenschiffen. Doch die Corona-Krise machte einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. So befuhren laut viadonau im Jahr 2020 nur 59 Kabinenschiffe den österreichischen Teil der Donau. Dies entspricht einem Rückgang von rund 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Unabhängig von pandemiebedingten Rückgangen steht die Zukunft der Kreuzfahrt-Wirtschaft im Fokus von Diskussionen. Auch die Donau-Kreuzfahrten werden immer kritischer im Hinblick auf CO2-Emissionen und auf regionalökonomische Auswirkungen hinterfragt.

Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger regt in diesem Zusammenhang an, dass auch der Linzer Tourismus seine Strategie im Hinblick auf die Kreuzfahrten überdenkt!

„Zusätzliche Anlegestellen stehen wohl nicht auf der aktuellen Agenda. Der touristische Mehrwert ist etwa bei den Donau-Radtouristen um ein Vielfaches höher als beim All-Inclusive-Schiffstourismus. Gastronomie und Hotellerie schöpfen aus Kreuzfahrten keinen Profit. Auch regionale Busunternehmen oder Lebensmittelproduzenten kommen bei dieser Tourismus-Form nicht zum Zug. Eine neue Schwerpunktsetzung macht unter diesem Blickwinkel wohl Sinn“, so das Linzer Stadtoberhaupt.

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