Klangwolke eher eine Kostenlawine!

LINZ. Transportgewerbliche Leistungsschau blieb musikalisch schwach bis verwirrend und visuell altbekannt langweilig!

“Des woar nix!” maulten die ersten Besucher noch bevor endlich wieder Stille im Donaupark herrschte. Anstatt sich vielleicht im Hauptteil der Show um vernünftige Musik zu kümmern wurde auch heuer wieder schon vor dem Event die sogenannte “Nachklangwolke” beworben. Das Motto dürfte jedenfalls Lautstärke um jeden Preis gewesen sein. Selbst Medienpartnern und bekannten Jubelberichterstattern kam aber heuer die Musik etwas komisch vor!

Zusammenfassend kann man sagen: Klangwolke ist, wenn wieder drei Schiffe mit Lastkahn die Donau befahren und ein Darsteller vom Autokran hängt. Dazu gibt’s ein bisschen Licht aus Urfahr und betont intellektuell wirkende sowie dramatisch gesprochene Texte. Dazwischen dürfte selbst den Machern des Events spätestens nach den ersten 2 oder 3 Szenen – wie jedes Jahr – die extrem unterdimensionierte Größe der Aufbauten aufgefallen sein. Die Szenerie wirkte jedenfalls auch heuer wie aus dem Puppenland und ging im Donauraum mehr oder weniger unter.

Wer nicht zufällig an der richtigen Stelle stand, konnte dann weder den brennenden Mann auf der goldenen Steinattrappe richtig erkennen noch so manch anderem Detail folgen. Über weite Strecken blickte man auf den schwarzen Nachthimmel und ärgerte sich den Feldstecher daheim gelassen zu haben.

Auch die Darbietungen der Florianer Sängerknaben – die Riesenschwimmwesten über der Uniform trugen – konnten den Abend nicht retten. Der Auftritt wirkte wie eine Evakuierungsübung eines Kreuzfahrtschiffes.

Das vorab kolportierte Budget von 1,2 Millionen Euro verpuffte jedenfalls auch heuer wieder ohne Feuerwerk im Nachthimmel. Klimaschutz – wenn auch eher nur vorgeblich – ist in Linz ja neuerdings modern. Ob die minutenlangen Pyroeffekte, Mega-Feuerbälle mit großen Rauchwolken und der brennende Deko-Schrottkahn den Planeten retten konnten, ist aber zumindest fraglich. E-Schiffe waren gestern auf der Donau aber nicht unterwegs.

Auch fraglich ist, wie die vermeldeten 80.000 Besucher gezählt wurden. Im Vorjahr kamen laut Veranstalter ja 40.000 Menschen in den Donaupark. Damals bedingt durch Pandemie und Auflagen allerdings mit Registrierung und Einlasskontrolle. Eine Verdopplung der Zuschauer zu 2021 konnte vor Ort aber beim besten Willen nicht beobachtet werden.

Wem ein ordentliches Feuerwerk fehlte, braucht nur wenige Tage Geduld. Beim Urfahrmarkt ab 1.10. soll es wieder ordentlich krachen!

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2 Kommentare zu “Klangwolke eher eine Kostenlawine!”

  1. Super Kritik. Genau auf den Punkt gebracht. Schade um unser Steuergeld, und was aus der Klangwolke gegenüber der Anfangszeit geworden ist

  2. Diese Kritik ist boshaft und gemein. Wir fanden die Darbietungen sehr gut. Drohnen, Wassertänzer, Schiffe, Sunny… alles beeindruckend. Über die Zahl der Leute lässt sich streiten.

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