Potocnik sieht “Missbrauch des Parks”

LINZ. Weihnachtsmarkt hinterlässt verwüsteten Volksgarten!

Immer mehr wurde der sogenannte “Weihnachtsmarkt” im Volksgarten – eigentlich ein städtischer Park – zu einer Art Winterausgabe vom Urfahrmarkt. Nebst Bundesheersocken, Spielzeugwaffen, Fussballtrikots mit erfundenen Designs und allerhand anderem Ramsch, gibt’s Jahrmarktgaudi samt Fahrgeschäften. Und seit einigen Jahren braucht es anscheinend auch unbedingt ein Riesenrad.

Was in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts ein besinnlicher Adventmarkt war, ist jetzt eher ein Wintervolksfest.

Leider mit dramatischen Folgen für die Parkanlage.

Lorenz Potocnik (LinzPLus) hat die Schäden am Park fotografisch dokumentiert und richtet einen eindringlichen Appell an die Verantwortlichen:

Die Abbauarbeiten des Weihnachtsmarkts im Volksgarten sind so gut wie abgeschlossen. Nun sind die vorhersehbaren, großen Schäden am Park für jeden erkennbar. Trotz Gemeinderatsbeschlusses vor zwei Jahren, den Weihnachtsmarkt zu reduzieren und sanfter zu gestalten ist nichts passiert. Das ist umso unverständlicher, als Stadträtin Eva Schobesberger seit einem Jahr für den Park verantwortlich ist. Wann endet dieser Irrsinn? Wann wir der „Christkindlmarkt“ im Volksgarten entweder stark verkleinert oder auf einen befestigten Platz verlegt?

Schwere LKWs waren tagelang beschäftigt die Hütten und Platten abzubauen. Was leicht vorhersehbar war, ist nun offensichtlich:

Ein Drittel der Hütten und Platten wurde einfach auf den Rasen gestellt, dadurch wird sich das Gras (das war in den letzten Jahren ebenso) im nächsten Jahr nicht mehr davon erholen, auch weil eine professionelle, sachgemäße Reparatur durch die Stadt nicht erfolgt. Bis Sommer wird der Park nicht voll nutzbar sein. Oberflächliche Reparaturen durch die Stadt erfolgen meist erst im April oder Mai.

Es ist in keiner Weise nachvollziehbar, warum beim Auf- und Abbau niemand kontrolliert hat, wie hier gearbeitet wurde.

Ich fordere die zuständigen Stadtsenatsmitglieder (Eva Schobesberger, Doris Lang-Mayrhofer, Bürgermeister Klaus Luger) auf, dem Missbrauch des Parks endlich ein Ende zu setzen, so wie das vor zwei Jahren im Gemeinderat beschlossen wurde. Entweder der Weihnachtsmarkt im Volksgarten wird drastisch reduziert und auf Qualität geachtet (und nebenbei die Ramschbuden und Karussells entfernt) oder ein alternativer Standort gefunden, an dem keine Schäden an Parks und Natur entstehen. Es gibt sehr viele Orte die dafür geeignet wären, ob vor dem Neuen Rathaus, beim Urfahraner Markt oder beim Grünmarkt.

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