Arbeitersiedlung Sintstraße vor Abriss

LINZ. Potocnik empört: “Klammheimlich, über die Feiertage, wurden Vorbereitungen für einen Abriss der historischen Arbeitersiedlung Sintstraße getroffen.”

„Während der Feiertage wurde der Teilabriss der historischen Arbeitersiedlung Sintstraße vorbereitet. Genau dort, wo 7 von 18 Häusern zerstört werden sollen, wurden Bohrungen und Erdproben gemacht.“ berichtet Stadtentwickler Lorenz Potocnik.

Seit über 10 Jahren kämpft Potocnik für einen Erhalt und ein Weiterbauen des gesamten Ensembles. So hat er bereits mit Mitstreiter:innen für die Unterschutzstellung der Siedlung gesorgt und (leider ohne Erfolg) seit 2016 versucht, die Stadt/ GWG dazu zu bewegen, die denkmalgeschützte Anlage an die richtigen Nutzer, die beste Idee im Rahmen eines „Bauträgerwettbewerbs“ und nicht an den Meistbieter zu verkaufen. „Mit der STRABAG REAL ESTATE ist aber genau das Gegenteil passiert. Diese hat der Landeskonservatorin Petra Weiss offenbar einreden können, dass der Abriss von 7 der 18 Häuser nötig ist. Und genau daran wird seit zwei Jahren möglichst diskret gearbeitet. Ergebnisse des geheimen Architekturwettbewerbs werden um jeden Preis geheim gehalten.“

Die geplante Zerstörung dieses einzigartigen und international anerkannten Ensembles ist ein jahrelanges, vorsätzliches Totalversagen der Linzer Stadtpolitik. Die Stadt hat dieses einzigartige Stück “Gartenstadt” zuerst der GWG aufgezwungen (obwohl sie gewusst hat, dass diese damit im Rahmen ihrer Gemeinnützigkeit wenig anfangen kann) und diese dann der STRABAG REAL ESTATE zum Höchstpreis von ca. 3,5 Mio verkauft. „Und das OÖ-Landeskonservatoriat? Ja, das lässt sich offenbar wieder einmal über den Tisch ziehen und hat die Essenz der Siedlung, eben das ganze Ensemble aus 18 Häusern, nicht verstanden. Wenn das unter progressiven Denkmalschutz gemeint ist, dann gute Nacht.“ so Potocnik.

Bilder: LINZPLUS / Handhout

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